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Jagd

Sumatra-Tiger verdurstet in Schlingfalle

In Indonesien tappte ein seltener Sumatra-Tiger in eine Schlingfalle und konnte sich nicht mehr befreien. Das Tier verdurstet qualvoll.

Redaktion Wild beim Wild — 19. Oktober 2021

Ein Sumatra-Tiger tappte in Indonesien in die Falle und konnte sich nicht mehr befreien.

Das seltene Exemplar verendete qualvoll. Nun ermittelt die Polizei.

Fünf Tage in der Schlingfalle

Fünf Tage kämpfte die Tigerin auf der indonesischen Insel Sumatra um ihr Leben. Ohne Erfolg! Sie kam nicht aus der Schlingfalle raus. Ihr Todesurteil. Die Raubkatze verdurstete. Beim toten Wildtier handelt es sich um einen Sumatra-Tiger. Sie gelten als extrem selten und sind vom Aussterben bedroht. Der Kadaver wurde am Sonntag gefunden, in der Nähe eines Reservates.

Dies war die jüngste Tötung von gefährdeten Tieren auf der Insel Sumatra. Nach Ansicht von Naturschützerinnen und Naturschützern hat die Coronavirus-Pandemie zu einem Anstieg der Wilderei geführt, da die Dorfbewohnenden aus wirtschaftlichen Gründen auf die Jagd gehen.

Die Falle hatten offenbar Wilderer aufgestellt. Nun ermittelt die Polizei mit der Naturschutzbehörde in diesem Fall.

Java- und Bali-Tiger bereits ausgerottet

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat die Vernichtung von natürlichem Lebensraum durch Palmölplantagen ihre Zahl stark dezimiert.

Auf der Insel Sumatra gibt es noch höchstens 400 Exemplare in freier Wildbahn. Es ist die letzte in Indonesien verbliebene Unterart der Grosskatze, nachdem der Java- und der Bali-Tiger bereits ausgerottet wurden.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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