Sambia will ausländische Hobby-Jäger verbieten
Sambia will ausländische Hobby-Jäger verbieten und setzt auf nachhaltigen Tourismus. Das Land zeigt, dass Naturschutz ohne Töten funktioniert.
Quellen innerhalb der sambischen Regierung sagen, dass die Behörden ein Verbot der Wildjagd ankündigen werden, um dem kenianischen Modell des Fototourismus den Vorzug zu geben, das mehr Einnahmen bringt.
Kenias Tourismusindustrie wuchs exponentiell, als dieses Land die Hobby-Jagd verbot.
Rechtsstreitigkeiten um Jagdkonzessionen
Die sambische Regierung ist in nicht enden wollende Rechtsstreitigkeiten vor den Gerichten über Jagdkonzessionen verwickelt, wobei die lokalen Jagdunternehmen hauptsächlich einem Kartell von zwei Familien aus Nyimba gehören, die Grosswildjäger aus Übersee einschleusen. Etwa 90 % der Einnahmen aus den Jagdsafaris werden ausgelagert.
Hobby-Jagd zerstört Fauna und Flora
Die Regierung setzt sich für den Schutz der Wildtiere und ihres natürlichen Lebensraums ein und betrachtet die Hobby-Jagd als eine sehr negative Praxis, die die Fauna und Flora zerstört, da die Hobby-Jagd auch Wälder abbrennt, um das Gelände freizulegen.
Die Trophäenjagd bringt kaum Einkommen für die lokale Bevölkerung, keine Vorteile für Wildtiere, fördert Gewalt und generiert vor allem Profit für die Jagdindustrie.
Kenianisches Modell als Vorbild
Das kenianische Modell des Fototourismus ist die beste Option und ist nicht nur ein zuverlässiges Mittel zur Erhaltung der Wildtiere und der Wildnis, sondern bringt auch mehr Einnahmen. Auch das Genfer Modell in der Schweiz zeigt seit 1974, dass Wildtiermanagement ohne Hobby-Jagd funktioniert.
Die Quellen erklärten weiter, dass die kommerzielle Hobby-Jagd in Sambia derzeit von zwei sambischen Familien kontrolliert und beherrscht wird, die hartnäckig die Gerichte bemüht haben, um die Reorganisation und Reformierung der Jagdprozesse zu verlangsamen, da sie befürchten, dass dies ihren Interessen schadet.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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