Kanton Uri für Trophäenjagd
Im Kanton Uri sind Schneehühner- und -hasen nicht mehr Wert als ein Jagderlebnis oder Trophäe
Trophäenjagd statt Schutz
Im Kanton Uri müssen sich Schneehasen und -hühner weiterhin vor Hobby-Jägern in Acht nehmen. Der Regierungsrat hatte vorgeschlagen, diese Tiere aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen. Eine Bejagung aus Regulationsgründen sei nicht notwendig. Sie lasse sich in erster Linie mit dem Jagderlebnis und der Trophäe rechtfertigen.
Kehrtwende nach Vernehmlassung
Trotz diesen Argumenten will der Regierungsrat die Hobby-Jagd auf Schneehasen und Schneehühner weiter zulassen. Gewichtige Vernehmlassende hätten dies verlangt. Die Hobby-Jagd auf Schneehühner ist noch in drei Kantonen erlaubt, auf Schneehasen in neun Kantonen. Mehr zum Thema Jagdgesetz und Schweiz.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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