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Deutschland: PETA stellt Antrag auf Prüfung der steuerlichen Gemeinnützigkeit bei 11 Fischereivereinen

Tierquälerei verdient keine Steuervorteile: Elf Angelvereine in fünf Bundesländern müssen derzeit um ihren Gemeinnützigkeitsstatus fürchten. PETA hat bei den zuständigen Finanzämtern beantragt, diesen zu überprüfen. Der Grund: Die Vereine richten Wettfischveranstaltungen aus. Dabei geht es den Teilnehmenden darum, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums den schwersten Fisch zu fangen. Das verstößt nach Ansicht der Tierrechtsorganisation sowie zahlreicher

Redaktion Wild beim Wild — 18. Juli 2018

Tierquälerei verdient keine Steuervorteile: Elf Angelvereine in fünf Bundesländern müssen derzeit um ihren Gemeinnützigkeitsstatus fürchten. PETA hat bei den zuständigen Finanzämtern beantragt, diesen zu überprüfen. Der Grund: Die Vereine richten Wettfischveranstaltungen aus. Dabei geht es den Teilnehmenden darum, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums den schwersten Fisch zu fangen. Das verstösst nach Ansicht der Tierrechtsorganisation sowie zahlreicher Staatsanwaltschaften und Gerichte gegen das Tierschutzgesetz.

Tierquälerei ist niemals gemeinnützig. Eine Steuerbegünstigung darf nicht für Vereine gelten, die Tiere aus Spass töten, schon gar nicht unter dem Vorwand der Heimatpflege oder gar des Natur- und Umweltschutzes.

So Dr. Tanja Breining, Biologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. «Fische fühlen ebenso Angst oder Stress wie unsere Hunde und Katzen.»

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Keine Luchsabschüsse im Wallis

Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.

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Wettfischen ist strafbar

Die Tierrechtsorganisation verweist darauf, dass das Bundesministerium der Finanzen in einem Schreiben vom 25.09.1991 festgehalten hat: «Wettfischveranstaltungen sind grundsätzlich als nicht mit dem Tierschutzgesetz und mit der Gemeinnützigkeit vereinbar anzusehen.» Diese Weisung ist für die Steuervollzugsbehörden bindend. Wettfischen wird zudem inzwischen in der juristischen Literatur, von Staatsanwaltschaften und Gerichten einhellig als strafbar angesehen – auch dann, wenn die Fische anschliessend gegessen werden. Laut Tierschutzgesetz dürfen Tieren ohne «vernünftigen Grund» keine länger andauernden Schmerzen und Leiden zugefügt werden.

Fische sind empfindungsfähige Wirbeltiere

PETA reagiert mit der Aktion auf Stimmen von Politikern der FDP und CDU, die mehreren Tierrechtsorganisationen die Gemeinnützigkeit absprechen. Statt Zivilcourage bestrafen zu wollen, sollten die Politiker und Strafverfolgungsbehörden den in der Verfassung verankerten Tierschutz durchsetzen und Täter, wie die Angelvereine, nicht noch steuerlich belohnen, so PETA.

Fische sind empfindungsfähige Wirbeltiere mit einem komplexen Sozialleben. Sie schliessen Freundschaften, beschützen ihre Jungtiere, lernen durch Beobachten und schmieden Jagdpläne. Sie kommunizieren durch Körpersprache, Lautäusserungen oder singen wie Vögel in der Morgendämmerung gemeinsam im Chor. Die Tatsache, dass Fische Schmerz empfinden und Gefühle wie Angst und Stress erleben, ist dank zahlreicher Studien heute zweifelsfrei belegt. Mehr zu Tierrechten.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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