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Tierwelt

Pelz: Europa wird aufgefordert, nicht zurückzubleiben

Europa droht beim Tierschutz ins Hintertreffen zu geraten. In Kalifornien ist der Pelzverkauf seit 2023 offiziell verboten.

Redaktion Wild beim Wild · 18. Januar 2023

Kalifornien verbietet Pelzverkauf

Europa droht beim Tierschutz ins Hintertreffen zu geraten, da das kalifornische Verbot des Pelzverkaufs nun offiziell in Kraft getreten ist.

Obwohl die Pelztierzucht aus ethischen Gründen in vielen Ländern verboten ist, dürfen Pelze aus Ländern wie Finnland und China auch nach zwei Jahrzehnten noch legal eingeführt und verkauft werden.

Kalifornien wird Prognosen zufolge bald die viertgrösste Volkswirtschaft der Welt sein. Gouverneur Gavin Newsom führte dieses Wachstum kürzlich auf die «kalifornischen Werte und den Unternehmergeist» zurück.

1,2 Millionen Unterschriften für Pelzverbot

Auch in Europa kommt Bewegung in die Sache: Eine offizielle Petition der Europäischen Bürgerinitiative, die ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht und der Einfuhr von Pelzprodukten fordert, hat seit ihrem Start im Mai 2022 über 1,2 Millionen Unterschriften gesammelt.

Als England als erstes Land der Welt die Pelztierzucht verbot, wurde es zum Vorreiter im Tierschutz. Doch 20 Jahre später messen wir mit zweierlei Mass. Während das Verbot bei uns gilt, leiden Millionen von Tieren in Übersee in engen Käfigen für frivole Pelzmode.

Weltweit werden jedes Jahr mehr als 100 Millionen Tiere wegen ihres Fells getötet. Die überwiegende Mehrheit (etwa 95 %) von ihnen verbringt ihr ganzes Leben in kleinen, kargen Käfigen. Mehr zum Thema Umwelt und Naturschutz.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

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