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Jagd

Italien: Hobby-Jäger erschiesst sich selbst

Der 18-jährige Junioren-Weltmeister im Tontaubenschiessen, Cristian Ghilli, hat sich bei einer Hobby-Jagd in der Toskana selbst erschossen.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Januar 2022

Bei einem tragischen Jagdunfall in der Toskana ist der Tontaubenschütze Cristian Ghilli gestorben.

Der 18-jährige Junioren-Weltmeister im Schiessen, Cristian Ghilli, hat sich bei einer Hobby-Jagd selbst erschossen.

Tödliche Schüsse bei Jagdausflug

Es sollte ein schöner Jagdausflug mit Freunden werden. Doch er endete tödlich. Der italienische Skeet-Junioren-Weltmeister Cristian Ghilli schoss sich aus Versehen selbst in den Unterleib. Ghilli soll sich nach vorne gebeugt haben, um neue Patronen aufzunehmen, als er mehrmals in seinen Körper feuerte.

Nach dem Notruf rasten zwei Krankenwagen zur Unglücksstelle in den Wäldern von Montecatini Val di Cecina nahe Pisa. Ghilli kam in die Klinik, doch bei der anschliessenden Not-Operation konnte die Blutung nicht schnell genug gestoppt werden. Der 18-jährige Hobby-Jäger erlag seinen Verletzungen.

Vielversprechendes Talent verloren

Ghilli gehörte zu den grössten Talenten im Tontaubenschiessen. Im vergangenen Oktober krönte sich der junge Sportler im peruanischen Lima zum Junioren-Weltmeister im Team und im Mixed Team und gewann im Einzel Bronze. Im Mai des vergangenen Jahres hatte Ghilli bei der Junioren-Europameisterschaft in Kroatien Gold im Einzel-, Team- und Mixed-Team-Wettbewerb gewonnen. Dieser Vorfall reiht sich ein in die lange Liste von Jagdunfällen, die jährlich Todesopfer und Verletzte fordern.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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