Illegale Vermarktung geschossener Wildvögel
Ein Hobby-Jäger aus Hessen vermarktete illegal geschossene Kanadagänse auf seiner Internetseite. Das Komitee gegen den Vogelmord erstattete Anzeige.
Anzeige wegen illegaler Vermarktung
Das Komitee gegen den Vogelmord hat Jens Gebhardt, ein Hobby-Jäger aus Lorsch in Hessen, wegen des Verdachts auf illegale Vermarktung geschossener Kanadagänse angezeigt.
Auf seiner Internetseite bietet der Mann die Gänseart an, obwohl sie gemäss den Vorgaben der Bundeswildschutzverordnung nicht vermarktet werden darf. Mit dieser Regelung soll die kommerzielle Hobby-Jagd auf bestimmte Wildtiere eingeschränkt werden.
Immer wieder illegale Angebote
In den letzten Jahren hat das Komitee immer wieder solche illegalen Angebote gefunden, zuletzt Schwanenbrüstchen und Waldschnepfen in Restaurants oder Federn geschossener Eichelhäher, die in Hutansteckern verarbeitet waren. Mehr dazu unter Kriminalität und Jagd.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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