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Jagd

Hobby-Jäger wilderte jahrelang in Graubünden

Ein 41-jähriger Hobby-Jäger hat seit 2014 zehn Tiere in Graubünden gewildert. Darunter zwei nicht jagdbare Kronenhirsche. Nun ist er aufgeflogen.

Redaktion Wild beim Wild — 26. Januar 2021

In Graubünden ist ein Hobby-Jäger erwischt worden, der zwei nicht jagdbare Kronenhirsche gewildert hat.

Zehn Tiere seit 2014 gewildert

Der 41-jährige einheimische Hobby-Jäger erlegte während der Hochjagd 2020 zwei nicht jagdbare Kronenhirsche. Anstatt Selbstanzeige zu erstatten, transportierte der Wildtierkiller die beiden rund 100 Kilogramm schweren Tiere mit Hilfe von zwei Jagdkameraden ab. Im Laufe der polizeilichen Ermittlungen gab er zu, zwischen 2014 und 2020 unberechtigt zwei weitere Kronenhirsche, zwei Gamsböcke und vier Rehböcke erlegt zu haben.

Gang und gäbe im Hobby-Jäger-Milieu

«Wir verurteilen es aufs Schärfste», sagt Martin Thöny, Präsident des Jägervereins Prättigau. Es kommt im Kanton Graubünden regelmässig zu vereinzelten Fällen von Wilderei.

Update 21.7.2022: Strafmass

Der fehlbare Hobby-Jäger wurde zu einer höheren Geldstrafe und einer Busse von mehreren Tausend Franken verurteilt, weil er gegen das Jagdgesetz und das Waffengesetz verstossen hatte. Zudem wird ihm das Jagdpatent für mehrere Jahre entzogen. Sämtliche Trophäen wurden eingezogen.

In der Statistik der Kantonspolizei Graubünden gab es in den vergangenen drei Jahren vereinzelt Fälle von Wilderei. 2020 fand man zudem Schrotkugeln im Kadaver eines Wolfes, der von einem Zug überfahren wurde – offenbar wurde auf den Wolf geschossen, bevor er unter den Zug kam.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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