Hobby-Jäger töten Albino-Wildschwein mit Mähne
Zwei Hobby-Jäger sollen mit zwei Schüssen ein Pferd getötet haben – sie hatten das weisse Islandpony angeblich für ein Wildschwein gehalten.
Islandpferd 2018 erschossen
Schon 2018 hatte diese Hobby-Jagd in der Gemeinde Wilnsdorf im Siegerland für Aufregung gesorgt.
Die geschockte Besitzerin hatte das tote Islandpferd am Pfingstmontag 2018 hinter ihrem Haus auf der Weide gefunden. Ein Sachverständiger stellte fest, dass «Feykir» mit zwei Schüssen aus einer Entfernung von rund 60 Metern getötet worden war.
Jagdgefährte vor Gericht
Der eigentliche Schütze (62) aus Gummersbach wurde freigesprochen. Nun musste sich sein Jagdgefährte (54) aus Wilnsdorf vor Gericht verantworten. Er soll den anderen zum Schuss angestiftet haben.
In der Verhandlung traten gleich mehrere menschliche Dramen und Abgründe zutage. Festgestellt wurde, dass ein Hobby-Jäger in jener Nacht eine Wärmebildkamera benützt habe, was der zunächst abgestritten hatte. Der Jagdgefährte habe den Schützen gedrängt, Stillschweigen zu bewahren.
Die Staatsanwältin forderte Freispruch, da der Vorwurf der groben Fahrlässigkeit nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte. Jagdrechtliche Konsequenzen sind noch offen. Die Hobby-Jäger haben wieder das gemacht, was sie am besten können: Lügen! Mehr dazu unter Kriminalität und Jagd.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →
