Hirsch bei Hobby-Jagd wundgeschossen und abgestochen
Ein Hobby-Jäger erstach einen wundgeschossenen Hirsch in einem Gartenteich. Ein verstörendes Video dokumentiert den Vorfall.
Verstörendes Video einer Drückjagd
Am 8. Januar haben sich wieder unschöne Szenen während einer Hobby-Jagd im Landkreis Dahme-Spreewald zugetragen.
Das verstörende Video zeigt, wie ein Hobby-Jäger einen Hirsch tötet, der in einem Gartenteich gefangen ist. «Das sieht nicht schön aus, aber ist vollkommen legal und notwendig», sagt dessen Anwalt.
In dem fast sechs Minuten langen Video einer Hobby-Jägerin ist zu sehen, wie ein Hirsch immer wieder vergeblich versucht, aus einem mit Steinen umrandeten, grossen Gartenteich zu entkommen. Ein Hobby-Jäger steigt zu ihm ins Wasser, greift dem Hirsch ans Geweih und zückt ein untaugliches Messer. Das Tier erleidet Höllenqualen, es blutet aus und ertrinkt.
Laut Anwalt gehörten solche Szenen zum «Tagesgeschäft» dieser Hundeführer, ein weiteres Armutszeugnis der Hobby-Jägerschaft.
Jagdverband sieht keinen Verstoss
Der Rothirsch war bei einer tierquälerischen Drückjagd im Winter angeblich am Hinterlauf getroffen worden, auf das nahegelegene Grundstück des Revierpächters geflüchtet und in den Gartenteich geraten. Auch der Brandenburger Jagdverband kann in dem Video keinen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz feststellen.
Ein Tierschützer hätte das verletzte Wildtier wohl behutsam in die fürsorglichen Hände eines Tierarztes überführt. Hobby-Jäger sind ihrer Aufgabe einfach nicht gewachsen.
PETA stellt Anzeige
Laut der Tierschutzorganisation PETA zeigt das Video gleich mehrere Verstösse: «Die Hunde werden nicht zurückgehalten, der Mann sticht offenbar wahllos mit dem Messer auf den erschöpften Hirsch ein und dann ertränkt er das Tier langsam im Teich», sagt Peter Höffken, Fachleitung Kampagnenteam bei PETA.
Wildtiere leben in ständiger Angst wegen der Hobby-Jägerschaft. Treibjagd, Drückjagd oder Bewegungsjagden produzieren noch minderwertigeres Fleisch, das nicht selten auch mit Munitionspartikeln verseucht ist. Mehr zum Tierschutzproblem der Hobby-Jagd.
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