Graubünden stoppt Jungtierregulation bei Wolfsrudeln
Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden hat die Abschüsse von Jungtieren aus Rudeln, welche nicht vollständig entfernt werden sollen, eingestellt.
Die Wolfsregulation durch die Wildhut findet hauptsächlich nachts und mithilfe von Wärmebildtechnik statt. Bedingt durch die Körpergrösse der Jungtiere und deren zunehmende Einzelausflüge können die Tiere nicht mehr zuverlässig gemäss den Vorgaben der eidgenössischen Jagdverordnung – das heisst in sozialen Situationen und unter Schutz der jährigen und älteren Tiere im Rudel – erlegt werden.
Elf Jungwölfe betroffen
Betroffen von der Einstellung der Regulation sind ausschliesslich jene Wolfsrudel, welche gemäss Jagdverordnung kein unerwünschtes Verhalten zeigten.
Es handelt sich hierbei um insgesamt 11 Jungwölfe der Rudel Stagias, Calderas, Älpelti, Jatzhorn und Calanda.
Abgeschlossen ist die Jungtierregulation bei den Wolfsrudeln Moesola, Muchetta und Rügiul.
Fokus auf vollständige Entnahme
Entsprechend wird der Fokus der Wolfsregulation durch die Wildhut bis Ende Januar auf die vollständige Entnahme der Wolfsrudel Vorab, Lenzerhorn und Fuorn gelegt. Zur Gesamtbilanz der Wolfsjagd in der Schweiz: In fünf Monaten wurden rund 100 Wölfe geschossen.
Wie auch die Petition der IG Wild beim Wild zeigt, wächst der Widerstand gegen die präventiven Wolfsabschüsse in der Bevölkerung. Die Frage bleibt, ob die Hobby-Jagd als Populationskontrolle überhaupt taugt.
Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →