Die ehemalige Jagdschiessanlage Embrach wurde fertig saniert
Die Altlastensanierung der ehemaligen Jagdschiessanlage Embrach ist abgeschlossen. Auf einer Fläche von rund sieben Hektar wurden Schadstoffe und Überreste des Schiessbetriebs entfernt.

Das Gebiet in den national geschützten Tössauen ist nun wieder der Natur vorbehalten, wie die Baudirektion des Kantons Zürich mitteilte.
Der Schiessbetrieb in der mittlerweile bundesrechtlich geschützten Auenlandschaft wurde 2020 eingeschränkt und 2023 ganz eingestellt. Während rund 60 Jahren befand sich in den Tössauen bei Embrach eine Jagdschiessanlage für Hobby-Jäger.
Das Gelände war übersät mit Überresten von Wurfscheiben und Munition. Im Boden lagerten sich verschiedene Schadstoffe ab. Der Boden wurde zwischen 20 und 80 Zentimeter tief abgetragen. Das schadstoffhaltige Material wurde in Bodenwasch- und -aufbereitungsanlagen in der Region behandelt, sortiert, wo möglich zu Recyclingbaustoffen verwertet und andernfalls in Spezialöfen verbrannt oder in Deponien sicher entsorgt. Rund 320 Tonnen Blei und rund 10 Tonnen PAK wurden so aus der Natur entfernt. Um die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die wertvolle Flora und Fauna zu verringern, wurde die Sanierung zwischen 2021 und 2025 in zwei Etappen durchgeführt. Die Kosten betragen rund 19 Millionen Franken.
2000 Bäume gepflanzt
Die sanierte und rekultivierte Fläche enthält unter anderem neu angelegte Wasserläufe, Teiche und Trockenwiesen. Weil sich rund die Hälfte der zu sanierenden Fläche im Wald befand, musste dieser gerodet werden, um die Schadstoffe aus dem Boden zu entfernen. Für die Wiederaufforstung wurden rund 2000 Bäume gepflanzt.
Das Gelände ist Naturschutzgebiet und kann grösstenteils nicht frei betreten werden. Ein neu angelegter Pfad, der nahe an die Töss führt, ermöglicht Besucherinnen und Besuchern jedoch einen Einblick.
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