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Jagd

Bundesjagdgesetz: Hobby-Jagd auf Rothirsch und Reh

Hochwinter. Reh und Hirsch sparen Energie. Doch die Hobby-Jagd geht weiter. Ein kritischer Blick auf das deutsche Bundesjagdgesetz.

Redaktion Wild beim Wild — 26. Januar 2021

Hochwinter. Viele Teile Deutschlands sind schneebedeckt. Reh und Hirsch haben in den Energie-Sparmodus geschaltet.

Kill-for-Cash-Events im Hochwinter

Dennoch gibt es etliche staatliche Forstbetriebe, die noch bis weit in den Januar Gesellschaftsjagden auf die wiederkäuenden Paarhufer anbieten. Bundesministerin Klöckner lässt die Hürden des Tierschutzes weiter schleifen.

Schon heute hat das sogenannte Schalenwild in Deutschland die längsten Jagdzeiten Europas. Es gibt keinen Monat, in dem diesen Tieren nicht nachgestellt wird. Damit künftig noch mehr Wildtiere getötet werden, will Klöckner die behördliche Abschussplanung abschaffen.

Mildere Massnahmen möglich

Der Bestand von Rehen oder Hirschen ist gar nicht mal massgeblich für deren Einfluss auf die Verjüngung des Waldes. Es gibt also Möglichkeiten, mildere Massnahmen als die von der Klöckner-Administration vorgesehene letale Lösung. Eine Stellungnahme der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) sieht darin einen Verstoss gegen Artikel 20a GG.

In einer aktuellen Stellungnahme lehnen 28 Tier- und Naturschutzorganisationen den tierschutz- und wildtierfeindlichen Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes ab.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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