Alligatorenfüsse als Geschenk
Zollbeamte in Gelsenkirchen entdeckten vier präparierte Mississippi-Alligatorenfüsse in einem Postpaket aus den USA. Die Art ist besonders geschützt.
Kurioser Fund im Postpaket
Die Zollbeamten beim Zollamt Gelsenkirchen entdeckten Ende November 2022 einen kuriosen Fund in einem Postpaket.
Vier Füsse eines Mississippi-Alligators, auf Holzstöcken präpariert, sollte ein 48-jähriger Mann als Geschenksendung aus den USA erhalten.
Mississippi-Alligatoren sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet, nach europäischem Artenschutzrecht in Anhang B, und nach Bundesnaturschutzgesetz sind diese Alligatoren sogar besonders geschützt. Die Einfuhr lebender oder toter Tiere dieser Art in die Europäische Union bedarf einer Genehmigung.
Geldstrafe droht
Da die erforderliche Genehmigung für diese Warensendung nicht vorgelegt werden konnte, wurden die aussergewöhnlichen «Kratzstöcke» inzwischen eingezogen.
Das Bundesamt für Naturschutz entscheidet nun, ob sie als abschreckendes Beispiel zu Anschauungs- und Schulungszwecken verwendet oder vernichtet werden. Den Beteiligten droht eine Geldstrafe.
Im Post- oder Kurierverkehr sind die artenschutzrechtlichen Regelungen und Dokumentenpflichten sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfuhr uneingeschränkt zu beachten. Ohne die erforderliche Genehmigung für die Ein- oder Ausfuhr von artengeschützten Tieren, Pflanzen oder daraus hergestellten Gegenständen droht nicht nur die Beschlagnahme der Ware, sondern auch die Verhängung einer Geldstrafe. Mehr zum Thema Wildtierkriminalität.
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