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Zugvögel vor grossen Problemen

Zugvögel sind auf ihren jährlichen Reisen unmittelbar von Umweltveränderungen in verschiedenen Teilen der Erde betroffen. Ihr Schutz wird deshalb nur möglich sein, wenn bei der Klimafolgenabschätzung die globalen Verflechtungen gemeinsam berücksichtigt werden, zeigt nun eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL sowie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Redaktion Wild beim Wild — 23. Oktober 2018

Zugvögel sind auf ihren jährlichen Reisen unmittelbar von Umweltveränderungen in verschiedenen Teilen der Erde betroffen. Ihr Schutz wird deshalb nur möglich sein, wenn bei der Klimafolgenabschätzung die globalen Verflechtungen gemeinsam berücksichtigt werden, zeigt nun eine Studie der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL sowie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wildgänse
Wildgänse

Jedes Jahr fliegen Millionen von Vögeln aus ihren sommerlichen Brutgebieten in ihre Überwinterungsgebiete und zurück, oftmals über mehrere tausend Kilometer hinweg. Der Bruterfolg und die Bestandsentwicklung heimischer Langstreckenzieher hängen deshalb nicht nur von Umweltbedingungen in Mitteleuropa ab.

Weniger Brutplätze, längere Zugstrecken

Forschende um Damaris Zurell von der WSL haben mögliche Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf Zugvögel untersucht. Insgesamt haben sie mehr als 700 Arten langstreckenziehender Vögel betrachtet, die in Nordamerika, Europa und Asien brüten. Sie berichten darüber im Fachjournal Nature Climate Change.

«Durch den zu engen Blick auf die Brutgebiete werden nicht alle Faktoren der Gefährdung erfasst», sagt Niklaus Zimmermann von der Gruppe Dynamische Makroökologie an der WSL.

Zahl bedrohter Arten unterschätzt?

Die Forschenden errechneten, dass auf Brutgebiete ausgerichtete Folgenabschätzungen die Anzahl der potentiell gefährdeten Vogelarten um 18 bis 49 Prozent und die Stärke möglicher Risiken für 17 bis 50 Prozent der Arten unterschätzen könnten.

«Die Langstreckenzieher sind von globalen Veränderungen wie Klima- und Landnutzungswandel besonders stark betroffen», sagt Zimmermann. «Für den Artenschutz ist daher unbedingt der ganze, weite Weg der Zugvögel mit zu berücksichtigen.» Mehr zur Biodiversität und zu Wildtieren.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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