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Wuhan: Fresserei und Jagd auf Wildtiere verboten

Zusammen mit dem Konsumverbot soll die chinesische Stadt ein „Naturschutzgebiet“ werden, in dem praktisch die gesamte Jagd auf wilde Tiere verboten ist

Redaktion Wild beim Wild — 22. Mai 2020
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Die Behörden in Wuhan, dem Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in China, haben das Essen aller Wildtiere jetzt offiziell verboten.

Die örtliche Verwaltung in der chinesischen Stadt teilte am 20.5.2020 mit, dass Wuhan zusammen mit dem Konsumverbot ein «Naturschutzgebiet» werden würde, in dem jegliche Art der Hobby-Jagd auf Wildtiere verboten sei, mit Ausnahme von Massnahmen für wissenschaftliche Forschung, Bestandsregulierung und Überwachung von Krankheiten und andere besondere Umstände.

Coronavirus breitete sich auf Wildtiermarkt aus

Das neuartige Coronavirus hatte sich Ende 2019 auf einem Markt in Wuhan ausgebreitet, auf dem Wildtiere wie Fledermäuse und Schuppentiere verkauft wurden. Von solchen Tieren könnte sich das Virus auf Menschen übertragen haben. Wuhan, Shanghai und andere Grossstädte haben den Verzehr von Wildtieren nun verboten. Mehrere Provinzen haben zudem Pläne zur Eindämmung von Hobby-Jagd, Zucht und Handel mit Wildtieren verabschiedet.

Insgesamt sind sich die Forscher einig, dass die plausibelste Erklärung darin besteht, dass das Virus in einem «zoonotischen Spillover»-Ereignis den Sprung von einem Tier zum Menschen geschafft hat. China stand unter dem Druck der Weltgemeinschaft, seinen illegalen Handel mit Wildtieren zu bekämpfen, nachdem es mit dem Auftreten von Zoonosen in Verbindung gebracht worden war.

Die weltweite Zahl der Todesopfer betrug 318’789 Menschen mit dem Coronavirus, berichtete die Weltgesundheitsorganisation. Weltweit waren mehr als 4,7 Millionen Menschen infiziert.

Wuhan verbietet Wildtierhandel für fünf Jahre

Im Februar erliess China ein beispielloses vorübergehendes landesweites Verbot des gesamten Handels und Verbrauchs von Wildtieren, einschliesslich exotischer Arten, die auf Farmen gezüchtet wurden.

Derzeit dauert das Wuhan-Verbot fünf Jahre. Ähnliche Verbote gibt es in den Städten Peking, Shenzhen und Zhuhai, aber dort wurden sie dauerhaft erlassen.

Dr. Peter Li, Spezialist für China-Politik bei Humane Society International, sagte: «Wuhans Verbot des Konsums von Wildtieren ist äusserst zu begrüssen, da klar ist, dass das Risiko der öffentlichen Gesundheit für die Verbreitung von Zoonosekrankheiten über den Wildtierhandel sehr ernst genommen werden muss, wenn wir eine neue Pandemie vermeiden wollen. Diese Verbote gilt es nun auch in anderen Ländern zu implementieren.» Mehr zum Tierschutzproblem des Wildtierhandels auf wildbeimwild.com.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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