Westschweizer Politiker fördern Tierquälerei
Stopfleber kann auch weiterhin in die Schweiz eingeführt werden. Sie wird aber explizit als Stopfleber gekennzeichnet werden müssen. Das haben die Eidgenössischen Räte beschlossen.
Stopfleber: Produktion verboten, Import erlaubt
Das Stopfen von Gänsen und Enten ist bereits in fast allen europäischen Ländern verboten, aktuell noch mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Frankreich, Ungarn oder Bulgarien.
Für die Produktion von Stopfleber werden junge männliche Gänse und Enten mehrmals täglich mit Metallrohren und Futter gestopft, bis ihre Leber krankhaft bis auf das zehnfache ihrer normalen Grösse anschwillt, und manchmal auch zerreisst. Die gequälten Tiere erleiden dabei auch Flügelbrüche, schmerzhafte Wunden und oft durchlöcherte Hälse. Solches erfüllt den Tatbestand der Tierquälerei und ist daher in der Schweiz selbstverständlich unter Strafandrohung verboten.
Tierquälerei versus Apfelmus
Ada Marra, SP-Nationalrätin aus der Waadt, wies in der Debatte darauf hin, dass die Romands auch nicht den Deutschschweizern sagen würden, wann sie Apfelmus essen dürften.
Stopfleber kann auch weiterhin in die Schweiz eingeführt werden. Sie wird aber explizit als Stopfleber gekennzeichnet werden müssen. Das haben die Eidgenössischen Räte am 14.9.2023 beschlossen.
Volksinitiative für Importverbot
In der Schweiz werden derzeit Unterschriften gesammelt für eine Volksinitiative für ein Stopfleber-Importverbot. Hinter dem Begehren steht die Organisation Alliance Animale Suisse. Die Schweiz importiert jährlich 200’000 Kilogramm Gänse-Stopfleber.
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