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Tierwelt

Vom Aussterben bedrohte Gorillaart erholt sich

Eine neue Studie schätzt die Population der Grauergorillas und vermeldet gute Nachrichten. Die grösste Gorilla-Unterart erholt sich langsam.

Redaktion Wild beim Wild — 18. Oktober 2021

Eine neue Studie schätzt die weltweite Population der Grauergorillas – der grössten Gorilla-Unterart – und vermeldet gute Nachrichten.

Population fast verdoppelt

Rangerinnen und Ranger, gemeinnützige Organisationen und Tierpflegende, die sich für die Rettung dieser vom Aussterben bedrohten Wildtierart einsetzen, sind erfreut.

Von einer früheren globalen Schätzung von 3’800 Individuen hat sich die Zahl auf 6’800 Individuen fast verdoppelt.

Diese revidierte Schätzung geht auf jüngste Erhebungen zurück, die in einer der grössten verbliebenen Hochburgen dieses Wildtieres durchgeführt wurden, einem Gebiet im Osten der Demokratischen Republik Kongo, das bisher für Erhebungen unzugänglich war.

Eine frühere Studie aus dem Jahr 2016 zeigte einen Rückgang der Gorillapopulation um fast 80 % seit der letzten, Mitte der 1990er Jahre durchgeführten, gebietsweiten Erhebung.

Neue Felduntersuchungen geben Hoffnung

Die Populationsschätzung für 2021 umfasst neue Felduntersuchungen in den Oku-Wäldern und deutet darauf hin, dass die Rückgänge nicht so gross waren, wie zuvor befürchtet. Die Ergebnisse geben auch Hoffnung für die Erhaltung des Grauergorillas, da die Populationen in den Hochlandsektoren des Kahuzi-Biega-Nationalparks in den letzten 20 Jahren ebenfalls relativ stabil geblieben sind.

«Es ist eine Anerkennung für den Mut und die Hingabe der kongolesischen Biologinnen und Biologen, die an der Studie teilgenommen haben», sagte der Hauptautor der Studie, Dr. Andrew Plumptre von BirdLife International.

«Wir konnten zeigen, dass Gorillas und Schimpansen Gebiete meiden, in denen Menschen Mineralien abbauen, eine Tätigkeit, die zur Unsicherheit in der Region beiträgt», so Plumptre.

Waldschutz als Schlüssel

Die Autorinnen und Autoren sagen, dass die Ergebnisse der Studie die Bedeutung eines guten Waldschutzes in der Region unterstreichen. Im Jahr 2018 wurden in Oku drei kommunale Waldkonzessionen mit einer Gesamtfläche von 1’465 Quadratkilometern geschaffen und der kommunalen Verwaltung übergeben.

Mehr als 80 % der weltweiten Coltan-Vorkommen – die in vielen elektronischen Geräten verwendet werden – befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo, wo auch ein Grossteil des früheren Lebensraums des Grauer-Gorillas liegt. Der Schwerpunkt der Schutzbemühungen muss nun auf der Unterstützung der lokalen Verwaltung der Oku-Wälder liegen, um die Gorillas und ihre Lebensräume zu schützen.

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