Jagdunfall: Hobby-Jäger stirbt durch fallenden Bären
Ein Mann aus Virginia ist gestorben, nachdem ein von seinem Jagdpartner geschossener Bär in einem Baum auf ihn gefallen ist.
Der bizarre Unfalltod ereignete sich am 9. Dezember in der Grafschaft Lunenburg, die zwischen Richmond und Danville liegt, teilte das Ministerium für Wildtierressourcen des Bundesstaates Virginia in den USA in einer Erklärung mit.
Eine Jagdgruppe verfolgte den Bären, als er den Baum hinauflief, so die Behörde. Als sich die Gruppe vom Baum zurückzog, schoss ein Hobby-Jäger auf den Bären. Das Tier stürzte auf einen anderen Hobby-Jäger, der etwa 3 Meter vom unteren Ende des Baumes entfernt stand.
Opfer erlag später seinen Verletzungen
Ein Mitglied der Gruppe leistete Erste Hilfe, bevor Harvey in zwei verschiedene Krankenhäuser eingeliefert wurde. Er erlag am Freitag seinen Verletzungen, teilte die Wildtierbehörde mit.
In einem Nachruf auf Harvey, einen verheirateten Vater von fünf Kindern und acht Enkelkindern, hiess es, er sei ein selbstständiger Bauunternehmer und begeisterter Naturliebhaber gewesen.
Ähnliche Vorfälle in den letzten Jahren
Ähnliche Vorfälle haben sich in den letzten Jahren ereignet.
Im Jahr 2018 wurde ein Mann in Alaska lebensgefährlich verletzt, nachdem sein Jagdpartner einen Bären auf einem Bergrücken erschossen hatte. Das Tier stürzte einen Abhang hinunter und traf den Mann, der auch von Steinen getroffen wurde, die der Bär weggeschleudert hatte.
Ein weiterer Mann wurde 2019 verletzt, nachdem sein Jagdpartner in North Carolina einen Bären in einem Baum erschossen hatte. Der Bär fiel aus dem Baum und begann, den Hobby-Jäger zu beissen. Daraufhin stürzten der Mann und das Tier von einer Klippe. Der Hobby-Jäger wurde in ein Krankenhaus gebracht, während der Bär später tot aufgefunden wurde.
Solche Vorfälle zeigen die unberechenbaren Gefahren der Hobby-Jagd – nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Hobby-Jägerschaft selbst.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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