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Jagd

Tiermisshandlung: Hobby-Jäger quält Hund in Spanien

Leider ist dieser Fall einer unter Tausenden. Hobby-Jäger misshandeln und erschiessen nicht nur ihre eigenen Tiere, sondern auch jene von unbescholtenen Bürgern.

Redaktion Wild beim Wild — 6. Dezember 2019
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Eine angeschossene Hundemutter wird von einem Hobby-Jäger schwer verletzt bis in einen Strassengraben hinter sich her gezerrt.

Dies berichten mehrere spanische Tierschutzorganisationen, darunter auch «PACMA», die auf Twitter das Video der grausamen Tiermisshandlung veröffentlichte.

Grausame Szenen auf Video dokumentiert

Zu sehen ist, wie eine unbekannte Person, die das schreckliche Video aufnimmt, einen Berg herunter und gleichzeitig einem Mann hinterherläuft. Als die Person dem Mann schliesslich näher kommt, erkennt man, was dieser da eigentlich hinter sich her zerrt.

Einen mit Dreck verschmierten und schwer verletzten Hund, der sich scheinbar gar nicht mehr rühren kann. Brutal zerrt der Wildtierkiller ihn mit einem Stock, der mit einem Seil an das Hundehalsband geknotet ist, hinter sich her. Über Steine und durch einen Tunnel, in dem die filmende Person ihn schliesslich einholt und anspricht.

Völlig unbeeindruckt zerrt er am Hals weiter und wirft den Hund in einen Strassengraben.

Hobby-Jäger erschiesst eigene Hundemutter

Nach Angaben der Tierschutzorganisation PACMA handelt es sich bei dem Unbekannten um einen Hobby-Jäger, der seine Hundedame, vermutlich weil sie sechs Welpen geworfen hatte, kurz zuvor angeschossen hatte.

Durch den Schuss des Hobby-Jägers war wohl auch der Mann, der die Tiermisshandlung filmte, auf den Tierquäler aufmerksam geworden.

Laut der Naturschutzorganisation «Libera» verteidigte der Mann seine Aktion damit, dass er ja schliesslich Hobby-Jäger sei und erschiessen könne, was er wolle.

Das sieht der normale Menschenverstand natürlich anders. Die Tierschutzorganisation «Mundo Vivo» rettete nach eigenen Angaben später die sechs schutzlosen und verlassenen Hundewelpen wie auch die Hundemutter, die in eine Tierklinik gebracht wurde und dort verstorben ist. Die Hundewelpen werden in einem Tierschutzzentrum versorgt.

PACMA hat eine Strafanzeige gegen den Hobby-Jäger eingereicht.

Sollte der Fall von den Behörden geahndet und vor allem die Identität des Hobby-Jägers herausgefunden werden, könnten dem Mann bis zu 18 Monate Haft wegen Tierquälerei drohen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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