Solaranlage bei Sufers wird nicht gebaut
Der Energiekonzern Alpiq hat ein alpines Solarprojekt bei Sufers in Graubünden aufgrund unsicherer politischer Rahmenbedingungen gestoppt.

Die Bevölkerung von Sufers hatte der Solaranlage grundsätzlich zugestimmt, doch Alpiq hat bislang kein Baugesuch eingereicht.
Ausschlaggebend sei die fehlende Rentabilität wegen unsicherer politischer Rahmenbedingungen und fehlender Planungssicherheit, teilt Alpiq mit.
Diese Perspektive war offenbar wirtschaftlich nicht attraktiv genug, um weiterverfolgt zu werden.
Frühere Projekte in der Region – etwa die deutlich grössere „Nandro Solar“-Anlage der Elektrizitätswerke Zürich – scheiterten ebenso, allerdings hauptsächlich an der Ablehnung durch die Stimmbevölkerung, vor allem wegen Befürchtungen, dass solche Grossprojekte das Landschaftsbild und den Tourismus beeinträchtigen könnten.
In Graubünden sind drei Solar-Grossanlagen geplant. Für zwei weitere Anlagen erteilte die Bündner Regierung im Frühjahr entsprechende Bewilligungen. Vier weitere befinden sich in der Planungsphase.
Das geplante Gebiet oberhalb von Sufers liegt in einer alpinen Landschaft, die landschaftlich sensibel ist.
Selbst wenn wirtschaftliche Aspekte (z. B. Nutzung von Infrastruktur, Winterstromproduktion) gegeben sind, wie etwa bei Nandro Solar und Tambo-Solar, führen Bedenken hinsichtlich Landschaftsbild, Biodiversität und touristischer Attraktivität häufig zur Ablehnung.
Umweltverbände wie Pro Natura Graubünden, WWF oder Landschaftsschutz-Stiftungen spielen eine wichtige Rolle – etwa beim Protest gegen Bernina Solar.
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