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Tierwelt

Schweizer Fleisch, der todbringende Unterschied

50’000 Schweine wurden vor Weihnachten in der Schweiz notgeschlachtet. Gleichzeitig warben Werbespots für hohes Tierwohl. Der todbringende Unterschied.

Redaktion Wild beim Wild — 13. Februar 2023

50’000 Schweine notgeschlachtet

Letzten Dezember, kurz vor Weihnachten, wurden in der Schweiz 50’000 Schweine notgeschlachtet. Das Fleisch wurde wegen fehlender Nachfrage im Inland zu Billigpreisen ins Ausland verkauft. Gleichzeitig versprachen Werbespots für Schweizer Fleisch hohes Tierwohl und Nachhaltigkeit.

Doch nirgendwo in Europa spritzen Bauern ihren Milchkühen so viel Antibiotika ins Euter wie in der Schweiz. In der Poulet- und Eierproduktion hat sich der Antibiotikaeinsatz von 2020 auf 2021 mehr als verdoppelt. Es werden sogar Reserveantibiotika eingesetzt. Antibiotikaresistente Bakterien wurden von der Eidgenössischen Fachkommission für biologische Sicherheit zur «grössten Bedrohung für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung» erklärt.

50 % Importfutter verschwiegen

Der Branchenverband Proviande verschweigt in seiner Werbung den übermässigen Antibiotikaeinsatz. Die Fütterung der 15 Millionen Nutztiere beruht zur Hälfte auf Importfutter. Mit jährlich 6 Millionen Franken Steuergeldern unterstützt die Bevölkerung die Fleischwerbungen. Dadurch werden Böden, Wälder und Gewässer überdüngt, die Biodiversität und das Klima geschädigt.

Pflanzliche Ernährung boomt

Schon heute essen 63 % der Schweizer Bevölkerung bewusst weniger tierische Lebensmittel. Die Agrarpolitik muss umdenken und verstärkt in den boomenden «pflanzlichen» Markt investieren. Mehr zum Thema Umwelt und Naturschutz und Landwirtschaft.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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