Plastikabfall tötet seltenen Mönchsgeier
Bei der Obduktion des Mönchgeiers wurde anstatt Nahrung eine grosse Menge an Plastikmüll gefunden.
Ein seltener Greifvogel ist trotz vollem Magen verhungert.
Mönchsgeier in der Zentralschweiz verhungert
Im Frühling fand man auf dem Gebiet der Gemeinde Sattel einen äusserst seltenen Mönchsgeier, der aber kurz darauf starb. Dieser stellte sich als einer der grössten Vertreter in der Geierfamilie heraus und in der Zentralschweiz eine wahre Rarität.
Der zuständige Wildhüter Markus Raschle fing den Mönchsgeier ein und brachte ihn zu Steven Diethelm in eine Greifvogel-Pflegestation in Siebnen. Der Vogel war in lebensbedrohlichem Zustand. Am nächsten Morgen fand man ihn tot in der Voliere.
Plastik blockierte die Verdauung
Normalerweise werden Mönchsgeier zwölf Kilogramm schwer, doch dieser wog noch vier Kilogramm. Bei der Analyse fand man in seinem Magen lauter Plastikabfall. Offensichtlich war mit dieser Ladung Plastik im Magen die Verdauung blockiert, weshalb der Mönchsgeier elendiglich verhungerte. Immer mehr Wildtiere fressen Plastik und sterben daran.
Warum das Tier Plastik gefressen hatte, ist unklar. Es zeigt uns aber, wie wichtig es ist, keinerlei Plastikmüll im Freien zu lassen und die Bedürfnisse der Wildtiere in unserem Umgang mit Abfall zu berücksichtigen.
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