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Jagd

PETA zeigt Schliefenanlagen-Betreiber an

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Redaktion Wild beim Wild — 20. September 2021

Füchse in permanenter Todesangst.

Anzeigen gegen 20 Schliefenanlagen

Nach Anklageerhebung gegen Betreiber der Schliefenanlage in Lemgo hat PETA nun auch die Verantwortlichen der Schliefenanlage des Jagdverbandes Pritzwalk und die Verantwortlichen der Schliefenanlage im saarländischen Warndt angezeigt.

Grund sind Verstösse gegen das Tierschutzgesetz. Wie in den rund 100 anderen Schliefenanlagen in Deutschland werden Füchse dort immer wieder aufs Neue in unterirdische Tunnel getrieben. Dort versetzen Hunde, die für die Baujagd «scharfgemacht» werden sollen, sie in Todesangst. PETA hat neben der Anlage in Pritzwalk weitere 19 Betreiber im ganzen Bundesgebiet angezeigt.

Füchse haben wie Menschen und alle anderen Tiere ein Leben in Freiheit verdient, statt eingesperrt und zur Jagdhundeausbildung missbraucht zu werden. Schliefenanlagen sind an Tierschutzwidrigkeit und Grausamkeit kaum zu überbieten. Es ist bezeichnend für Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger und ihr blutrünstiges Hobby, dass sie ohne Mitgefühl Dutzende Füchse dauernder Todesangst aussetzen. Schliefenanlagen müssen sofort verboten werden.

Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA

Schliefenanlagen sind trotz ihrer klar tierquälerischen Ausrichtung bislang in Deutschland noch nicht verboten, genau wie Baujagden. Füchse sind in den Anlagen permanent in einem Zustand der Todesangst, denn immer wieder hetzen Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger Hunde in das Tunnelsystem, das den Fuchsbau simulieren soll.

Fuchsjagd ist kontraproduktiv und grausam

Die Hobby-Jägerschaft stellt Füchsen mit Fallen, Gewehren und der Baujagd nach. Im vergangenen Jagdjahr in Deutschland wurden allein in Brandenburg über 22’000 Füchse durch Wildtierkiller getötet, bundesweit fast eine halbe Million Tiere. Füchse dienen der Hobby-Jägerschaft hauptsächlich als lebende Zielscheiben, denn weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für ihre massenhafte Bejagung. Zudem hat die Hobby-Jagd auf Füchse keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden. Aufgrund der Faktenlage ist die Fuchsjagd in Luxemburg bereits seit April 2015 verboten.

Ein solches Verbot ist in Deutschland überfällig – daher hat PETA eine entsprechende Petition ins Leben gerufen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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