Österreich: Mammutknochen bei «Kill Site» gefunden
Archäologen sind bei Grabungen in Österreich auf eine «Kill Site» gestossen, also einen Platz, an dem in der Steinzeit Jagdbeute zerlegt wurde. Dabei wurden auch Knochen von Mammuts und Werkzeuge gefunden.
Mammutknochen
Archäologen sind bei Grabungen in Österreich auf eine «Kill Site» gestossen, also einen Platz, an dem in der Steinzeit Jagdbeute zerlegt wurde. Dabei wurden auch Knochen von Mammuts und Werkzeuge gefunden.
Die oberste Kulturschicht, in der sich die Mammut-Knochen befinden, sei von einem Archäologen-Team auf ein Alter zwischen 28’000 und 18’000 Jahren datiert, heisst es seitens der Asfinag. Die «Kill Site», die etwa 16 Quadratmeter gross ist, befindet sich östlich der B7 (Brünner Strasse) am Beginn der Umfahrung Drasenhofen.
Aufschluss über die Nutzung des Geländes gab die Entdeckung von Mammut-Stosszähnen und -Langknochen sowie von Knochenresten weiterer Tiere. Die «Kill Site» sei die erste in Österreich, die nach modernsten Methoden ausgegraben und analysiert wurde, erklärte Martin Krenn vom Bundesdenkmalamt. «Sie gibt uns einen sensationellen Blick auf die Lebensweise der altsteinzeitlichen Menschen.»
Auch 2’000 Jahre alte Gräber
An einer weiteren Fundstelle wurden Gräber gefunden, die von Archäologen den Glockenbechermenschen zugeordnet werden. Einzuordnen sei die Entstehung dieser Gräber in den Zeitraum von 2’600 bis etwa 2’200 vor Christus.
Auch Zeugnisse aus der Bronzezeit (2’300 bis 800 vor Christus) sind im nördlichen Weinviertel stark vertreten. Neben einem Friedhof sind auch die Reste einer Siedlung freigelegt. Einen der wichtigsten Funde stellt ein Grossbau der damaligen Menschen mit einer Abmessung von 20 mal sechs Meter dar.
Laut Asfinag ist die geschichtliche Erkundung entlang der Umfahrung Drasenhofen «bereits im Finale». 2,4 Millionen Euro werden in die archäologischen Grabungen investiert. Für den Verkehr freigegeben werden soll die Strecke im Herbst 2019.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Wildtiere brauchen eine Stimme
Einmal pro Woche: Recherchen, Petitionen und Hintergründe zur Hobby-Jagd. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →

