Kritik am Landesamt für Umwelt in Schleswig-Holstein
Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) setzt sich als anerkannter Naturschutzverband dafür ein, dass das geltende Recht respektiert wird. In diesem Fall geht es um den Abschuss eines seltenen Tieres, dem Goldschakal, der schnell beschlossen wurde.
Der Goldschakal auf Sylt wurde wegen nur zweier Rissvorfälle, bei denen er eindeutig beteiligt war, zur Jagd freigegeben.
Diese Information stammt aus einem Schreiben des Landesamtes für Umwelt an das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein.
Das Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landesentwicklung (LfU) in Schleswig-Holstein berichtete, dass zwischen dem 19. und 21. Mai 2025 insgesamt 76 Nutztiere getötet wurden. Allerdings konnte in nur zwei von vier Proben DNA des Goldschakals nachgewiesen werden. Bei anderen Proben konnte lediglich die Gattung „Hundeartige“ identifiziert werden.
In einer Pressemitteilung sprach das Umweltministerium von „mehreren Rissvorfällen“, was irreführend ist, da nur zwei Vorfälle mit dem Goldschakal verbunden sind.
- Es ist irreführend, von „mehreren Rissvorfällen“ zu sprechen. Das LfU hätte von Anfang an nur von zwei Vorfällen sprechen sollen.
- Die Zahl von 76 Tieren sollte auf die tatsächliche Zahl von Goldschakal-Angriffen korrigiert werden.
Es scheint, als solle der Abschuss des Goldschakals durch eine übertriebene Darstellung gerechtfertigt werden. Man könnte auch sagen, dass der Presse und der Öffentlichkeit eine verzerrte Geschichte erzählt wurde.
Das LfU gibt zu, dass die Schafe auf Sylt ineffektiv vor Raubtieren wie Goldschakalen, Füchsen oder Wölfen geschützt wurden.
Die Argumente für den Abschuss sind zweifelhaft
Die Argumente für den Abschuss, wie „Deichschutz“ und „Wiesenvogelschutz“, scheinen vorgeschoben zu sein, um die Notwendigkeit des Abschusses zu verstärken.
Der Goldschakal, der nach Sylt eingewandert ist, ist nicht invasiv, sondern eine einheimische Art, die durch europäisches Recht geschützt ist. Die Tötung sollte nur die letzte Massnahme sein, wenn es keine anderen Lösungen gibt.
Es gibt legale Alternativen zum Abschuss, wie das Einfangen und Umsetzen des Schakals an einen anderen Ort. Es gibt Hinweise darauf, dass der Schakal den Schafen nahe kommt, was das Einfangen erleichtert, auch wenn Hobby-Jäger das Gegenteil behaupten.
Naturschutzinitiative (NI): Nicht-tödliche Lösungen sind möglich
Die NI fordert in einer Pressemeldung, dass alternative, nicht tödliche Methoden geprüft werden. Es ist wichtig, eine Lösung zu finden, die den Schakal schützt, anstatt ihn einfach zu töten.
Schafe können auch vor Raubtieren auf Deichen geschützt werden. Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass Tierhalter dafür verantwortlich sind, ihre Tiere zu schützen.
Die NI möchte betonen, dass es notwendig ist, die Situation ernst zu nehmen und die Rechte der geschützten Tiere zu wahren.
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