Junge soll Wildschwein töten: Justiz ermittelt
Den tierliebenden Kindern werden von Perversen Waffen und das Töten schmackhaft gemacht. Über die unschuldige Liebe der Kinder zu den Tieren versucht man sie zum Töten heranzuziehen und nennt es Tradition.
Die Staatsanwaltschaft in der nordfranzösischen Stadt Châlons-en-Champagne hat Ermittlungen eingeleitet gegen einen Vater, der seinen Sohn dazu drängte, ein Wildschwein zu töten.
Das Video der Geschehnisse war vom Vater, ein Bauer aus Vitryat, selbst aufgenommen und auf Facebook veröffentlicht worden. Die Staatsanwältin von Châlons-en-Champagne, Ombeline Mahuzier, teilte mit, dass gegen den Hobby-Jäger wegen «Anstiftung Minderjähriger zur Begehung einer Straftat», «moralischer Vernachlässigung eines Minderjährigen» und «Grausamkeit gegen ein Tier» ermittelt würde.
Die Ermittlungen wurden den Angaben nach der Gendarmerie anvertraut und die Informationen «im Rahmen der Erziehungshilfe an den Jugendrichter weitergeleitet», erklärte Mahuzier.
Naturschützer macht auf das «Massaker» aufmerksam
Die Öffentlichkeit war auf das Video aufmerksam geworden, nachdem der Naturforscher Pierre Rigaux, Gründer des Vereins «Nos Viventia» (Wir Lebenden), das Video in einer verschwommenen Version in sozialen Netzwerken geteilt, es als «Massaker» bezeichnet und eine Klage angekündigt hatte. In der Tageszeitung L’Union erklärt dieser die Gründe für seine Empörung.
Der beschuldigte Hobby-Jäger hatte das Video selbst am 22. November auf seinem Facebook-Konto veröffentlicht, bevor er es «schnell wieder löschte», erklärte Rigaux.
Es sei eine sehr gewalttätige Szene, die gegen Ende der Hobby-Jagd zeigt, wie ein Wildschwein von den Hunden eingeholt und in die Enge getrieben, versuche, sich in Brombeersträuchern zu verstecken, so Rigaux.
«Der Hobby-Jäger und Vater des Kindes filmt die Szene.» Auf den Bildern halte das Kind ein Messer in der Hand und der Vater bestehe darauf, dass sein Sohn das Wildschwein ersticht, oder wie er es nennt, «piekst».
«Man hört das Wildschwein vor Schmerz schreien»
Auf Facebook erklärt Rigaux, in dem Video sei offensichtlich, dass der Junge das Tier nicht verletzen wolle.
«Bei dieser Art von Hobby-Jagd tötet der Hobby-Jäger das Tier mit einem Messer, wenn er es nicht mit dem Gewehr tun kann. Doch in diesem Fall verlangt er das von seinem Sohn, der aussieht als sei er zehn oder zwölf Jahre alt», erklärte Herr Rigaux.
Der Junge «scheint Schwierigkeiten zu haben» und führt ungeschickt «mehrere Messerstiche» aus, erzählt er. Dabei seien die Schmerzensschreie des Wildschweins zu vernehmen, beschreibt Rigaux die gewaltgeladene Szene.
Der Hobby-Jäger «verlängert so das Leiden des Wildschweins», abgesehen davon, dass das Kind sich «hätte verletzen können».
Rechtliche Grauzone bei Tierquälerei an Wildtieren
Das französische Strafgesetzbuch «stellt Grausamkeiten nur bei Tieren in Gefangenschaft, Haustieren oder gezähmten Tieren unter Strafe». In dieser Situation, «da es eingefangen wurde und der Todeskampf andauert, könnte der Begriff der Gefangenschaft verwendet werden», argumentierte Rigaux.
In Frankreich dürfen Personen ab 16 Jahren bei der Hobby-Jagd ein Gewehr benutzen, ein Mindestalter für die Begleitung anderer bei der Hobby-Jagd gibt es nicht.
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