Hygiene-Masken werden zur Gefahr für Wildtiere
Weggeworfene Hygiene-Masken werden zur tödlichen Falle für Wildtiere. Vögel, Igel und Meerestiere verfangen sich in den Gummibändern.
Die internationale Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» ruft dazu auf, Hygiene-Masken ordnungsgemäss zu entsorgen.
Denn auf Trottoirs, in Fussgängerzonen, in Parks und auch im Wald herumliegende Masken seien für viele Wildtiere eine Gefahr.
«Müll kann für Wildtiere zu einem sehr grossen Problem werden», lässt sich Dominik del Castillo von «Vier Pfoten» Schweiz in einer Mitteilung vom Montag zitieren. Wenn Masken unter Laub lägen oder in Ästen und Zweigen hingen, könnten sie für Wildtiere problematisch werden. Vögel und Igel könnten sich in den Gummibändern von Masken verheddern, daran hängenbleiben und sich verletzen oder gar verenden.
Auch für grössere Tiere kann der Masken-Müll zur Gefahr werden. Wildschweine, Füchse, aber auch Hunde könnten versehentlich herumliegende Schutzmasken fressen, schrieb «Vier Pfoten». Wenn man im Wald unterwegs sei, solle man die Maske gut verstauen, damit man auch versehentlich keinen Müll verursache. «Es klingt vielleicht dramatisch, aber eine gut verstaute oder richtig entsorgte Maske kann Tierleben retten!», stellte Del Castillo fest.
Aber nicht nur Masken können für Wildtiere zur Gefahr werden. Abfall kann laut «Vier Pfoten» die Lebensqualität von jeder Tierart beeinflussen. Der grosse Umweltsünder Plastik gelangt demnach über das Wasser in unsere Nahrungskette und er kann über die Schweizer Gewässer auch ins Meer gelangen und auf dem Weg in die Ozeane jede Menge Tierarten bedrohen.
Plastik aber auch Aludosen können gemäss «Vier Pfoten» auf Wiesen durch die mechanische Verkleinerung durch Maschinen in die Nahrung von Nutztieren gelangen und über gesundheitliche Probleme bis hin zum Tod führen. Wildtiere können demnach Plastik ebenfalls mit Nahrung verwechseln, besonders Verpackungen, die nach Essen riechen.
Massnahmen gegen Littering liegen laut «Vier Pfoten» auch in der Verantwortung von Behörden und Politik. Der Verein ruft vor allem auch die Bevölkerung dazu auf, an die Folgen zu denken, die eine achtlos weggeworfene Maske haben kann. Dasselbe gelte auch für Zigarettenstummel, die noch schwieriger aus Wiesen und Wegrändern zu entfernen und dazu noch extrem giftig seien.
«Wir fordern die Bevölkerung zu einem rücksichts- und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt auf», schrieb «Vier Pfoten». Man solle Müll wieder mit nach Hause nehmen, recyclen oder im Abfalleimer entsorgen.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →