Hobby-Jäger schiesst auf Pferd im Oberengadin
In einem Wald in Chapella im Oberengadin ist am 8.9.2021 ein Pferd durch die Schussabgabe eines Hobby-Jägers verletzt worden.
Hobby-Jäger schiesst auf Pferd
In einem Wald in Chapella im Oberengadin ist am 8.9.2021 ein Pferd durch die Schussabgabe eines Hobby-Jägers verletzt worden.
Isländer Pferd mit Rehbock verwechselt
Das Pferd musste eingeschläfert werden. Die Kantonspolizei Graubünden ermittelt.
Der Hobby-Jäger befand sich um 9 Uhr morgens bei der Örtlichkeit God auf der Hobby-Jagd. Gemäss seinen Angaben überquerte ein Rehbock vor ihm den Waldweg und verschwand. Der Wildtierkiller gab einen Schuss auf ein Tier ab, das sich im Wald unterhalb des Weges befand. Dann stellte er fest, dass er ein Isländer Pferd verletzt hatte.

Das Pferd wurde so schwer verletzt, dass es vom Tierarzt vor Ort eingeschläfert werden musste. Der geständige Hobby-Jäger wird bei der Staatsanwaltschaft Graubünden zur Anzeige gebracht.
Hobby-Jäger prügeln sich ins Spital
Mitte August versammelten sich 18 Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger im «Jägerstübli» Chesa Laudenbacher in La Punt Chamues-ch ebenfalls in Graubünden. Bei dem Jägerabend kam es zu einem gewalttätigen Angriff eines Lehrers auf einen Rentner. Letzterer erlitt einen Schädelbruch und musste ins Spital nach Samedan gebracht werden.

«Zuerst ging er auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen», sagt der Rentner über den Lehrer. Kurz darauf sei der Lehrer wie verwandelt vom Balkon zurückgekommen und habe «Heute Nacht stirbst du» zu ihm gesagt.
Dann ging es Schlag auf Schlag: Mit voller Wucht stiess der Lehrer den Stuhl des Rentners um, sodass dieser mit dem Hinterkopf gegen den Steinboden prallte. Der Hobby-Jäger wurde mit zahlreichen Schrammen und einer Schädelfraktur am frühen Morgen des 20. August auf die Intensivstation ins Spital nach Samedan gebracht, wie die Südostschweiz berichtet.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →