Hobby-Jäger lügen wie gedruckt
Der Landesjagdverband Baden-Württemberg will die Schonzeit für Füchse verkürzen. Wildtierschutz Deutschland entlarvt die Scheinargumente.
760’000 Füchse erschossen, kein Rebhuhn gerettet
Seit Jahren bemüht sich der Landesjagdverband Baden-Württemberg um eine weitere Verkürzung der Schonzeit für Füchse. Das Scheinargument: Gerade die Hobby-Jagd während der Paarungszeit sei eine wirksame Schutzmassnahme für bedrohte Tierarten. Wildtierschutz Deutschland deckt das Blendwerk auf:
Zwischen 2015 und 2020 weist die Jagdstatistik nicht ein einziges Rebhuhn aus. In der Zeit vor 2015 gab es überhaupt keine Schonzeit für Füchse. Zwischen 2004 und 2015 wurden über 760’000 Füchse erschossen, die Zahl der Feldhasen ging um 40 Prozent zurück.
Kein Anstieg der Fuchspopulation
Während zu Beginn der 2000er Jahre noch jedes Jahr um die 80’000 Füchse niedergestreckt wurden, weisen die Jagdstrecken in den letzten 10 Jahren noch etwa 50’000 Füchse aus. Von einem Anstieg der Prädatorenpopulation kann keine Rede sein.
Lebensraumverlust ist die wahre Ursache
Beutegreifer wie Fuchs, Marder oder Habicht sind nicht verantwortlich für den Rückgang von Bodenbrütern. Die Ursachen sind Lebensraumverlust, Überdüngung, Pestizideinsatz und Insektensterben. Das Genfer Modell seit 1974 und Luxemburg seit 2015 zeigen, dass weder die Bestände zunehmen noch Krankheiten ausbrechen. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle. Mehr zum Thema Studien und Biodiversität.
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