Fuchsbau zugeschüttet, Naturschützer empört
Ein mutmasslicher Naturfrevel bei Pfaffenhofen hat in Naturschutzkreisen Empörung ausgelöst.
Einem Medienbericht zufolge hatte der Tierfotograf Rainer Schaaf über mehrere Wochen einen Fuchsbau in einem Waldstück bei Pfaffenhofen beobachtet.
Strafanzeige wegen Tierquälerei
Dort zog eine Fähe ihre sechs Kinder gross. Mitte Mai stellte er fest, dass jemand den Eingang der Fuchsbehausung zugeschüttet hatte. PETA hat wegen Verdacht auf Verstoss gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesjagdgesetz bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Strafanzeige gegen unbekannt erstattet.
Es ist nicht auszuschliessen, dass jemand aus der Hobby-Jägerschaft den Bau zugeschüttet hat. Denn insbesondere in diesen Kreisen sind Füchse als «Beutekonkurrenten» verhasst.
Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA
Fuchsjagd ist unnötig und kontraproduktiv
Allein in Bayern wurden im Jagdjahr 2019/20 über 100’000 Füchse getötet. Dabei sind Füchse ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. PETA fordert ein bundesweites Fuchsjagdverbot. Es gibt weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht einen Grund, die Tiere zu bejagen.
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: «Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäterinnen und Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.»
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