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Jagd

EU prüft Ende der Sommerzeit

Nach der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt fällt der Berufsverkehr wieder meistens in die Dämmerung. Die Gefahr, dass kreuzende Tiere nicht rasch genug erkannt werden, ist besonders auf Landstrassen erhöht. Alleine im Jahr 2016 kamen in der Schweiz z. B. rund 8’379 Rehe, 353 Rothirsche, 27 Gämsen, 651 Wildschweine, 3’185 Dachse und 6’306

Redaktion Wild beim Wild · 9. Februar 2018

Nach der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt fällt der Berufsverkehr wieder meistens in die Dämmerung.

Die Gefahr, dass kreuzende Tiere nicht rasch genug erkannt werden, ist besonders auf Landstrassen erhöht. Alleine im Jahr 2016 kamen in der Schweiz z. B. rund 8’379 Rehe, 353 Rothirsche, 27 Gämsen, 651 Wildschweine, 3’185 Dachse und 6’306 Füchse im Strassenverkehr ums Leben, wie aus der Eidgenössischen Jagdstatistik hervorgeht. Die Dunkelziffer dürfte erheblich höher sein. Doch auch viele andere Tiere wie frei laufende Katzen, Igel, Marder sowie Sing- und Greifvögel sind gefährdet.

Über 20’000 Wildunfälle pro Jahr in der Schweiz

Pro Jahr kommt es durchschnittlich zu über 20’000 Wildunfällen auf Schweizer Strassen und Schienen. Die Kosten dieser Unfälle belaufen sich gemäss Schätzungen auf 40 bis 50 Millionen Schweizer Franken.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts lebten die Menschen in Europa noch im Einklang mit dem Sonnentag, wobei die lokale Kirchturmzeit Orientierung gab. Mit dem Durchbruch der Eisenbahn gab es ab 1893 die einheitliche Zeitzone einer mitteleuropäischen Zeit. Die Umstellung der Uhrzeit im Sommerhalbjahr, die es im Deutschen Reich und Österreich-Ungarn ab 1916 mit Unterbrechungen immer wieder gab, führten die EG-Länder infolge der Ölkrise ab 1977 und die Schweiz 1981 ein. Heute stellt man die Uhren ausser in der EU auch in 38 weiteren Staaten zweimal jährlich um.

EU-Parlament stimmt für Prüfung

384 EU-Abgeordnete haben am Donnerstag, den 8.2.2018 im EU-Parlament für die Abschaffung der Sommerzeit gestimmt, nur 154 dagegen.

Das bedeutet nun nicht gleich die Abschaffung der Sommerzeit, setzt aber einen Prozess in Gang: Mit ihrem Antrag fordert das Parlament die EU-Kommission dazu auf, die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung genau unter die Lupe zu nehmen und die Regelung gegebenenfalls abzuschaffen. Seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern einheitlich die Uhren um.

Gesundheitliche Folgen der Zeitumstellung

Während der Debatte kritisierten Abgeordnete aus mehreren Fraktionen die Zeitumstellung als nicht mehr zeitgemäss und verwiesen auf gesundheitliche Folgen.  Einer Langzeitanalyse zufolge kommen in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung 25 Prozent mehr Patienten mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus als im Jahresdurchschnitt.

Der Nutzen der Sommerzeit ist umstritten: Zwar schalten wir wegen der Zeitumstellung im Sommer abends seltener das Licht an – im Frühjahr und Herbst wird dafür morgens mehr geheizt.

Die Forderungen für eine Rücknehme der Sommerzeit mehren sich jedoch. Den beabsichtigten Energiespareffekt gibt es gar nicht. In Russland und Türkei wird seit 2012 die Uhr nicht mehr verstellt. Mehr zum Thema Umwelt und Naturschutz.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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