Esel und Maultiere auf Santorin als «Taxis» missbraucht
Sengende Hitze und mit Fliegen übersäte Wunden: Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin müssen Esel und Maultiere Touristen als sogenannte Esel-Taxis in die Altstadt von Firá befördern. Mehrmals täglichwerden die Tiere gezwungen, einen steilen Pfad mit über 500 Stufen mit der enormen Last auf ihrem Rücken zu bewältigen. PETA liegt aktuelles Videomaterial vor, auf dem zu sehen ist, dass selbst erschöpfte und verwundete Tiere während der Arbeitsstunden meist in der Sonne angebunden und ohne jeglichen Zugang zu Wasser oder Schattenplätzen auf ihren
Sengende Hitze und mit Fliegen übersäte Wunden: Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin müssen Esel und Maultiere Touristen als sogenannte Esel-Taxis in die Altstadt von Firá befördern.
Mehrmals täglich werden die Tiere gezwungen, einen steilen Pfad mit über 500 Stufen mit der enormen Last auf ihrem Rücken zu bewältigen.
PETA liegt aktuelles Videomaterial vor, auf dem zu sehen ist, dass selbst erschöpfte und verwundete Tiere während der Arbeitsstunden meist in der Sonne angebunden und ohne jeglichen Zugang zu Wasser oder Schattenplätzen auf ihren nächsten Einsatz warten müssen.
«Das Eselreiten auf Santorin muss endlich verboten werden», so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. «Dieser Missbrauch hat schwere gesundheitliche Folgen für die Tiere und ist inakzeptabel. Wir appellieren daher an alle Tierfreunde, diese vermeintliche Attraktion nicht zu unterstützen und stattdessen die Seilbahn am Hafen zu nutzen. Kranke, verletzte und eventuell schwangere Tiere müssen umgehend aus dem Betrieb genommen werden. Eine Auffangstation für Esel ist dringend erforderlich.»
Tiere trotz Verletzungen bis zur Erschöpfung geschunden
Esel sollten laut tierärztlichen Empfehlungen maximal 20 Prozent ihres eigenen Gewichts tragen, was etwa 50 Kilogramm entspräche. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass Touristen und Halter teilweise eine erhebliche Last für die Tiere sind, die auf lange Sicht auch zu Huf- und Gelenkproblemen führen kann. Die Halter treiben die Tiere teilweise mit Stock- und Peitschenhieben an.
Durch schlecht sitzende und abgenutzte Sättel leiden einige Tiere an schmerzhaften Abschürfungen und Wunden im Bauchbereich. Während die Tiere in der Mittelmeersonne ausharren und auf die nächste Tour warten müssen, verwehren die Halter ihnen selbst essenzielle Dinge wie Wasser, Schatten oder Witterungsschutz – und verstossen damit gegen das griechische Tierschutzrecht. Sind die Esel zu schwach, werden sie oftmals ausgesetzt und sich selbst überlassen.
Update: Griechenland erlasst neue Vorschriften
Nach zunehmenden Protesten von Tierschützern nimmt sich nun die griechische Regierung dem Problem an – und verbietet fettleibigen Touristen kurzerhand den Ausritt. Die Packtiere «dürfen nicht mehr Gewicht tragen, als ihrer Grösse, ihrem Alter und ihrem körperlichen Zustand angemessen ist», verfügte das Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährung. «Die Ladung darf ein Gewicht von 100 Kilogramm nicht übersteigen beziehungsweise nicht mehr als ein Fünftel des Körpergewichts des jeweiligen Tieres betragen.»
«Es ist ein grosser Schritt, unsere harte Arbeit hat sich ausgezahlt», meint Aktivistin Elisavet Chatzi gegenüber der «Daily Mail». Mehr zu Tierrechten.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →