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Animal Rights

WWF calls for prevention plan against pandemics

SARS-CoV2 very likely transmitted from animal to humans – wildlife exploitation and destruction of nature create dangerous breeding ground for viruses jumping to humans

Editorial team Wild beim Wild — 29 March 2021

«Probably to very probably» the coronavirus passed from bats to another animal and from there to humans, according to a new report by the World Health Organization WHO dated 29.3.2021.

On this occasion, the conservation organization WWF is calling for a global prevention plan against future pandemics.

Illegal wildlife trade and the destruction of habitats are among the greatest risk factors for new pandemics. Politics must therefore massively improve ecological pandemic preparedness. Intact nature is the best bulwark against new infectious diseases transmitted from animals to humans. The illegal, unregulated trade in wild animals must therefore be stopped immediately. In addition, a global nature protection pact modeled on the Paris Climate Agreement is needed to halt and reverse the loss of valuable ecosystems.

WWF species protection expert Georg Scattolin

According to a WWF analysis of the situation in Southeast Asia, half of an estimated 500 markets where wildlife is frequently traded are located in regions with a potentially high zoonosis risk. The rules in force there and their enforcement must therefore be massively tightened. “Species protection for endangered wild animals and health prevention go hand in hand. Large markets with low hygiene standards where wild meat is sold are particularly risky for zoonoses”, warns WWF expert Georg Scattolin. “It is in our own fundamental interest to better protect our ecosystems. Because the problem is not the wild animals, but our misguided treatment of them.” Massive deforestation in Southeast Asia also facilitates virus jumps to humans. “Wenn Lebensräume zerstört werden und natürliche Barrieren wegfallen, bringt das Arten in Kontakt zueinander, die vorher nicht im Kontakt waren. Werden dort neue Siedlungsräume geschaffen, entsteht eine neue räumliche Nähe zum Menschen und seinen Nutztieren“, erklärt Scattolin.

Der WWF Österreich sieht vor allem die Europäische Union in der Verantwortung, zur globalen Vorreiterin einer ökologischen Pandemievorsorge zu werden. „Europa ist einer der grössten Pro-Kopf-Importeure von landwirtschaftlichen Rohstoffen. Daher muss ein wirksames Lieferkettengesetz den Import von naturzerstörerischen Produkten untersagen“, fordert WWF-Experte Scattolin.

Hintergrund zu Zoonosen und Lebend-Tiermärkten

Zahlreiche Negativbeispiele aus aller Welt verdeutlichen das Risiko: Schweinefarmen und Obstbaumplantagen in Malaysia haben den Weg bereitet für die Übertragung des Nipah-Virus von Flughunden auf Menschen. Die Expansion von Reisfeldern und Schweinehaltung in Vietnam hat die Ausbreitung der Japanischen Enzephalitis beschleunigt. Auch andere Infektionskrankheiten werden von Entwaldung getrieben: Die Abholzung von vier Prozent eines Waldes ging laut einer brasilianischen Studie mit einer fast 50-prozentigen Zunahme der Malariafälle beim Menschen einher.

Auf Lebend-Tiermärkten wie sie in weiten Teilen Chinas und Südostasiens existieren, werden Wild- und Nutztiere nebeneinander verkauft und geschlachtet. Restaurants, die Gerichte mit Wildtieren zubereiten, sowie Online- und Strassenverkäufe sind ebenfalls potenzielle Schmelztiegel für neue Krankheitserreger. Gerade in ländlichen Gegenden Asiens sind viele Gemeinden zur Ernährungssicherung noch immer auf Wildtiere angewiesen, insbesondere in abgelegenen Regionen mit hoher Mangelernährung bei Kindern. Zunehmend werden Wildtiere allerdings auch für den Verkauf auf städtischen Märkten gejagt. Doch nicht nur die Märkte stellen ein Risiko dar: Die Corona-Ausbrüche in den europäischen Nerzfarmen zeigen, dass solche Anlagen tickende Virusbomben sind. Und Wildtierfarmen gibt es auch in Südostasien schätzungsweise hunderte.

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