Ein Fünftel der Arten in Europa vom Aussterben bedroht
Eine von fünf europäischen Tier- und Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht. Hauptursachen sind Übernutzung, Umweltverschmutzung und Habitatverlust.
Doppelt so viele bedrohte Arten wie bisher angenommen
Eine von fünf europäischen Tier- und Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht.
Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam mit Schweizer Beteiligung in einer in der Fachzeitschrift «Plos One» erschienenen Studie.
Wie bereits frühere Studien identifizierte auch diese Analyse Veränderungen der landwirtschaftlichen Bodennutzung, die zum Verlust von Lebensräumen führen, als eine der grössten Bedrohungen für die Biodiversität Europas. Dazu kommt laut der Studie die Übernutzung biologischer Ressourcen, Umweltverschmutzung sowie die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten.
Fast 15’000 Arten analysiert
Die Forscher analysierten für die Studie alle 14’669 europäischen Wirbeltier-, Wirbellosen- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen.
Monitoring und nachhaltige Landnutzung
Insgesamt sind 2’839 der untersuchten Arten vom Aussterben bedroht. Das entspricht rund 19 Prozent aller Arten. Alle Artengruppen zeigen negative Trends. Besonders betroffen sind die Pflanzen, von denen laut Studie 27 Prozent gefährdet sind, gefolgt von den Wirbellosen mit 24 Prozent und den Wirbeltieren mit 18 Prozent.
Um einen zukünftigen Artenverlust zu minimieren, plädieren die Autorinnen und Autoren in der Studie dafür, Land und Wasser auf nachhaltige Weise zu nutzen. Ausserdem betonen sie die Notwendigkeit, Arten genau zu beobachten.
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