Der Herbst sollte eine Jahreszeit der Ruhe, des Wanderns, des Geniessens sein.
Bunte Wälder, klare Luft, Begegnungen mit der Natur. Doch was erleben wir stattdessen? Schüsse, Jagdhunde, Blut, Angst. Eine winzige Minderheit bewaffneter Freizeitkiller, weniger als zwei Prozent der Bevölkerung, bestimmt über das Leben der Mehrheit. Hobby-Jäger vergiften den Herbst, ruinieren das Leben von Anwohnern, Spaziergängern, Tierfreunden und Familien.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt offiziell: Wälder und Wege sind für alle da. Doch die Realität sieht anders aus. Sobald die Jagdsaison beginnt, übernehmen die Hobby-Jäger. Wanderer, Radfahrer, Spaziergänger mit Kindern oder Hunden, alle müssen sich fragen: Ist es sicher? Droht ein Schuss aus dem Hinterhalt, ein Querschläger, ein verirrtes Projektil?
Die Jagd macht den öffentlichen Raum zu einem Ort der Angst. Menschen, die eigentlich Natur und Frieden suchen, werden zu Gefangenen einer aggressiven Minderheit, die sich anmasst, Wälder, Felder und sogar Dörfer zu ihrer blutigen Spielwiese zu erklären.
Haustiere: legale Opfer der Jagdmeute
Immer wieder dasselbe Bild: Jagdhunde stürmen unkontrolliert in fremde Gärten, jagen Hauskatzen, erschrecken Hunde, bedrohen Kinder. Geliebte Haustiere werden vor den Augen ihrer Besitzer zerfleischt. Anzeigen verlaufen im Sande, weil die Jagdlobby über Jahrzehnte Sonderrechte erstritten hat.
Während jeder normale Hundehalter strengen Auflagen unterliegt, dürfen Jagdhunde hetzen, töten und eindringen, und ihre Halter lachen noch über das Leid der Opfer.
Die Liste der Skandale ist lang – und sie ist international:
- Hirsche, die von Meuten in Wohngebiete getrieben und dort barbarisch getötet werden.
- Wildschweine, die panisch in Geschäfte rasen und Passanten oder Automobilisten gefährden.
- Katzen, die im eigenen Garten von Hunden zerfetzt werden.
- Schüsse, die über Strassen und Wege hinweg abgefeuert werden.
Und währenddessen erklären Hobby-Jäger, dies sei „Tradition“, „Naturschutz“ oder gar „ihr Zuhause“.
Ständige Gewalt – ständiges Trauma
Die Hobby-Jagd ist nicht nur in den Momenten gefährlich, in denen Kugeln fliegen oder Tiere sterben. Sie ist ein permanenter Angriff auf das Leben der Nicht-Jäger:
- Schüsse hallen durch die Wälder.
- Hundegebell zerreisst die Stille.
- Schreie gehetzter Tiere dringen bis in die Häuser.
- Kadaver werden durch Dörfer und Felder geschleppt.
- Strassen werden gesperrt, Spaziergänge verhindert.
Der Wald, das Feld, selbst der eigene Garten sind nicht mehr sicher. Menschen, die die Hobby-Jagd aus Gewissensgründen ablehnen, werden gezwungen, mit dieser Gewalt zu leben, und das nahezu das ganze Jahr, weil die Jagdsaison längst auf zwölf Monate ausgedehnt ist.
Straffreiheit durch Lobbyismus
Besonders perfide: Während Hobby-Jäger auf fremden Grundstücken jagen, Tiere töten und Menschen gefährden, geniessen sie weitgehend Straffreiheit. In Deutschland, Österreich und der Schweiz schützt die Jagdlobby ihre Mitglieder, Politiker ducken sich weg, Behörden sehen weg.
Normale Bürger müssen Strafen zahlen, wenn ihr Hund einen Augenblick unangeleint läuft. Hobby-Jäger dagegen dürfen ganze Meuten unkontrolliert hetzen lassen. Für sie gelten andere Regeln. Sie dürfen töten, was sie wollen – Wildtiere wie Haustiere – und wenn es zu Konflikten kommt, stehen Polizei und Justiz viel zu oft auf ihrer Seite.
Weniger als 2 % beherrschen 98 %
Weniger als zwei Prozent der Bevölkerung sind Hobby-Jäger. Doch sie bestimmen über die Freiheit und Sicherheit der 98 Prozent, die keine Waffen tragen, die keine Tiere töten, die einfach nur friedlich in Wald und Feld unterwegs sein wollen.
Die Jagd ist kein Naturschutz, sie ist kein Brauchtum, sie ist kein „notwendiges Regulativ“. Sie ist ein überholtes Machtinstrument einer kleinen, aggressiven Minderheit, die Gewalt an Menschen, Haustieren und Wildtieren legitimiert.
Deutschland, Österreich, Schweiz, überall das gleiche Bild: Hobby-Jäger verängstigen die Bevölkerung, zerstören den Frieden, traumatisieren Familien, terrorisieren mit ihrem Hass Tiere.
Wir dürfen nicht länger schweigen. Es ist Zeit, die Wälder zurückzuerobern. Es ist Zeit, das Monopol der Jagd zu brechen. Es ist Zeit, diese blutige Tradition zu beenden.
Unsere Forderungen:
- Abschaffung der Hobby-Jagd. Die Jagd darf kein Freizeitspass für eine bewaffnete Minderheit sein.
- Jagdfreie Zonen in allen öffentlichen Wäldern und Naherholungsgebieten.
- Sicherheit für Spaziergänger, Familien, Kinder und Tiere.
- Schutz von Haustieren, strafrechtliche Konsequenzen für Hobby-Jäger und ihre Hunde, die Haustiere und Wildtiere verletzen oder töten.
- Enteignung von Jagdrechten auf fremden Grundstücken, kein Jagen gegen den Willen von Eigentümern.
- Verbot von Treib- und Hetzjagden, Schluss mit dem Hetzen von Tieren bis in Wohngebiete.
- Auflösung der Jagdlobby in Politik und Justiz, gleiche Gesetze für alle, keine Sonderrechte für Hobby-Jäger.
- Förderung von friedlichem Wildtierschutz, Beobachtung, Regulierung durch nicht tödliche Methoden, Rückkehr zur echten Naturverbundenheit.
Der Herbst gehört uns allen, nicht den Hobby-Jägern.
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