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Jagd

Gefahren der Hobby-Jagd: Saisonale Bedrohung für Wildtiere

Auch im Winter treiben Hobby-Jäger ihr Unwesen. Sie stören Wildtiere in der Ruhezeit und jagen Füchse ohne Abschussplan.

Redaktion Wild beim Wild — 8. Februar 2024

Winterruhe gestört durch Hobby-Jäger

Auch in der kalten Jahreszeit, in der man im Biotop den Wildtieren ihre Ruhe lassen sollte, treiben Hobby-Jäger ihr Unwesen.

Wie schon im Januar und Dezember stört das selbst ernannte Raubtier auch im Februar mit seiner Anwesenheit alle Wildtiere im Wald und Flur, zum Beispiel bei der pathologischen Jagd auf gesunde Füchse.

Nicht jeder Hobby-Jäger ist ein Schiesswütiger, aber jeder Hobby-Jäger ist ein Killer. Niemand hat einen Auftrag, zu töten. Es ist deren Entscheid zu töten und deren Entscheid zu «hegen und zu pflegen», was sie später töten. Hobby-Jagd wird oft auch als Passion bezeichnet, basiert aber immer auf einer zweifelhaften Wesensveranlagung.

Hobby-Jäger erschiesst sich selbst in Österreich

Dabei schiessen sie sich wie kürzlich in Österreich auch schon mal selbst in den Kopf.

Kriminalisten rekonstruierten, dass der 56-jährige Hobby-Jäger wohl beim Abstieg oder auch Aufstieg, das Gewehr dürfte ungesichert gewesen sein, versehentlich den Finger zum Abzug legte. Aus der Waffe löste sich in der Folge ein Schuss in den Kopf. Das Opfer, ein Anwalt mit Kanzlei in St. Pölten, war am 6.2.2024 sofort tot.

Tödliche Jagdunfälle in Frankreich

Fast gleichzeitig, in Verrières (Orne) in Frankreich, schiesst ein Hobby-Jäger einem anderen in den Bauch. Das 42-jährige Opfer sei an diesen Verletzungen gestorben.

Auch in diesem Fall ist menschliches Versagen die Ursache. Hobby-Jäger sind normalerweise verpflichtet, mit einem «Schuss» zu schiessen, der auf den Boden gerichtet ist, und müssen die Jagdregeln respektieren, die besagt, dass «Nichtschiessen ein Akt der Jagd ist», wenn nicht alle Bedingungen erfüllt sind.

Ende Dezember 2023 kam in Frankreich ein weiterer Hobby-Jäger ums Leben. Bei der Hobby-Jagd wurde dieser 44-jährige Mann von seinem Freund am Hals getroffen. Auch diese Untersuchung ist noch im Gange.

Mitte Januar war ein 72-jähriger Hobby-Jäger bei einer Gesellschaftsjagd in Lothringen (Ostfrankreich) von einem 57-jährigen Jagdkollegen erschossen worden.

Weiterführende Artikel

Mehr aktuelle Jagdunfälle und dokumentierte Straftaten mit Hobby-Jägern finden Sie hier: Chronik der Jagdunfälle und Straftaten bei Abschaffung der Jagd sowie in der Chronik der Jagdunfälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei PETA.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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