Büren an der Aare: Tollwut bei Fledermaus
In Büren an der Aare wurde bei einer Fledermaus Tollwut nachgewiesen. Die Behörden geben Entwarnung für Haustiere und Menschen.
Bei einer in der Gemeinde Büren an der Aare aufgefundenen Fledermaus hat die Schweizerische Tollwutzentrale am 30. Juni 2022 das Tollwutvirus nachgewiesen.
Die Schweiz ist sowohl bei Haus- wie auch bei Wildtieren frei von Tollwut. Einzig Fälle von Fledermaustollwut kommen sehr selten vor. In den letzten 40 Jahren wurden vier Fälle nachgewiesen, letztmals im Jahr 2017 in Neuenburg.
Im Neuenburger Fall von 2017 entdeckte eine Person auf dem Trottoir eine schwache und verwirrte Fledermaus. Als sie das Tier bei Einbruch der Dunkelheit freilassen wollte, biss die Fledermaus die Person in den Finger und starb darauf. Weil der Biss ziemlich tief war, suchte die Person das Spital auf. Dort wurde sie präventiv gegen Tollwut behandelt.
Die Tollwutfälle wurden alle in seltenen Fledermausarten und nicht in der in bewohnten Gegenden häufig vorkommenden Zwergfledermaus festgestellt.
Es ist wichtig, insbesondere kranke und verhaltensauffällige Wildtiere nicht anzufassen und die Wildhut zu informieren. Bei einem Biss durch eine Fledermaus ist umgehend ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, um die notwendigen Vorsorgemassnahmen einzuleiten.
Für die Bevölkerung besteht kein Grund zur Beunruhigung. Die Schweiz gilt nach wie vor als tollwutfrei.
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