Bub (13) erschiesst Schwester (15) mit Jagdgewehr
Am Gardasee erschiesst ein 13-jähriger Bub seine 15-jährige Schwester mit einem Jagdgewehr. Die Waffe gehört dem Vater, einem Hobby-Jäger.
Der Gardasee ist für viele Menschen ein beliebtes Urlaubsziel in Italien. Am Samstagnachmittag (16. Oktober) hat sich am Westufer des Sees allerdings ein tragisches Unglück ereignet.
13-Jähriger drückt ab
Nicht der Vater, sondern sein 13-jähriger Sohn hat gegen Abend in San Felice del Benaco in der Provinz Brescia mit einer Jagdwaffe ein 15-jähriges Mädchen getötet.
Dies geht aus dem Verhör des Vaters hervor. Roberto Balzaretti, ein 57-jähriger ehemaliger Stadtrat und Gerichtsmediziner, nahm zunächst die Schuld auf sich. Doch dann erzählte er, was passiert war: Vater und Sohn zeigten dem Mädchen das Gewehr, als der 13-Jährige abdrückte und seine Schwester in die Brust traf. Das 15-jährige Mädchen war auf der Stelle tot.
Hobby-Jäger gab Kind Zugang zu Waffen
Der 13-jährige Junge kann nicht angeklagt werden. Gegen den Hobby-Jäger wird wegen unsorgfältiger Aufbewahrung von Waffen ermittelt und weil er seinem Sohn das Jagdgewehr sowie ein weiteres Dutzend Gewehre in die Hand gegeben hat, aus dem der Schuss das Mädchen in die Brust traf und es sofort tötete.
Das Eingreifen der Rettungskräfte war vergeblich und sie konnten nur noch den Tod des Mädchens feststellen. «Es handelt sich zweifelsohne um einen Unfall. Ein dramatischer Unfall», berichten die Ermittelnden.
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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