27.09.2026, 23:22

Suchen

Jagd

Bern: Die hässlichste Jagd auf der Welt

Es geht ums Geld aus den Einnahmen der Patente, welche die Hobby-Jäger für die Tierquälereien lösen müssen. Die heutige Jagd ist eine Kriegsmaschinerie für Freizeitkiller. Hobby-Jäger sind eifrige Käufer von teuren Waffen und todbringendem Jagdzubehör. Dieses will gebraucht werden, im unfairen Abschlachten.

Redaktion Wild beim Wild — 16. November 2023

Sonderjagd auf Hirsche im Berner Oberland

Für Hobby-Jäger beginnt am Donnerstag, dem 16.11.2023, im Berner Oberland die Sonderjagd auf Hirsche.

Wildtiere werden seit Jahrzehnten nicht wirklich reguliert, sondern dezimiert und die Geburtenrate stimuliert. Wildverbiss entsteht hauptsächlich durch die Hobby-Jagd. Hobby-Jagd bedeutet nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten. Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Hobby-Jagd. Die Hobby-Jagd ist meistens die Ursache angeblicher Probleme.

Barbarisches Massaker an Wildtieren

Die Sonderjagd ist immer auch ein unethisches und barbarisches Massaker an Wildtieren. Trächtige, führende Hirschkühe sowie Rehgeissen und ihre Jungen, ganze Sozialstrukturen werden wie in einem Blutrausch auch im Schnee ohne Erbarmen zusammengeschossen. Führende Muttertiere vor dem Kitz wegzuschiessen, ist schäbig und gemein. Von Handwerk, Wildbiologie, Wissenschaft kann man da wirklich nicht sprechen, es ist einfach nur Hobby-Jagd, die Tierquälerei.

Die Hobby-Jagd ist eine durch und durch tierquälerische Aktivität, die weder mit Vorsicht noch Respekt ausgeübt wird und immer wieder die Sicherheit aller Beteiligten gefährdet. Wildtiere leben in einer Landschaft der Angst. Aus Angst vor Hobby-Jägern haben viele Wildtiere ihren natürlichen Lebensraum dauerhaft verlassen.

240 Hirsche sollen erlegt werden

Der Jagddruck sowie andere Faktoren erhöhen die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man nicht nur bei den Wildschweinen, Füchsen, Rehen, Hirschen, Tauben sondern bei jeder Spezies beobachten kann.

Die Sonderjagd dauert bis Ende November. In der Haupt- und Nachjagd erlegten Hobby-Jäger heuer 870 Hirsche. In der Sonderjagd sollen 240 weibliche Hirsche und Jungtiere erlegt werden.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →