Luchse im Pfälzerwald erfolgreich angesiedelt
Sechs Jahre nach dem Start eines EU-Projekts zur Wiederansiedlung des Luchses im Pfälzerwald und in den Nordvogesen hat Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) eine positive Abschlussbilanz gezogen.
Fachleute der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz siedelten im Verlauf von fünf Jahren 20 Luchse an, die aus den slowakischen Karpaten und der Schweiz stammten.
Erfolgsgeschichte für den Artenschutz
Der Pfälzerwald ist eines der grössten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland. Zusammen mit den Nordvogesen in Frankreich bildet er ein Biosphärenreservat.
«Die Wiederansiedlung der bedrohten Luchse im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ist eine Erfolgsgeschichte für den Artenschutz», erklärte die Ministerin am Samstag dem 11.9.2021 auf einer Abschlussveranstaltung des EU-Life-Projekts. In der Region, in der die Wildtiere einst natürlich verbreitet, dann aber ausgerottet worden seien, hätten sie sich neu etabliert.
Mindestens 18 Jungtiere geboren
Die ersten Jungtiere nach der Wiederansiedlung kamen 2017 zur Welt. Insgesamt wurden bislang mindestens 18 Jungtiere aus 9 Würfen geboren. In diesem Jahr konnte auch der erste Luchs-Nachwuchs in den Nordvogesen seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert werden. Das Umweltministerium hat die Wiederansiedlung des Luchses mit 400’000 Euro unterstützt und weitere Mittel für einen Entschädigungsfonds sowie Präventionsmassnahmen bereitgestellt.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →