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Kriminalität & Jagd

Alaska: Hobby-Jäger töten illegal vor laufender Kamera Schwarzbären

Die Natur muss vor den Hobby-Jäger geschützt werden.

Redaktion Wild beim Wild — 20. August 2018

Ein Vater und ein Sohn aus der Stadt Wassila im Matanuska-Tal werden beschuldigt, illegal eine Schwarzbärin und ihre neugeborenen Jungen in einer Höhle erschossen zu haben. Dann versuchten sie ihre Taten zu vertuschen, ohne zu bemerken, dass die ganze Zeit eine Wildkamera lief.

Die Details sind sehr verstörend und die Öffentlichkeit fragt sich, warum jemand zu solch einer abscheulichen Tat gegenüber Wehrlosen fähig ist?

Andrew Renner
Andrew Renner

Während dem Skifahren auf einer Insel kamen die beiden Hobby-Jäger an einer Höhle vorbei und sahen eine Schwarzbärin. Die Hobby-Jäger entschieden sich spontan, das Tier zu erschiessen. Owen Renner schultert sein Gewehr und feuert mindestens zwei Schüsse auf die Bärin. Ihre Jungen beginnen dabei in der Höhle zu kreischen, nachdem die ersten Schüsse abgefeuert wurden. Die Männer hören mehrere Minuten den Geräuschen zu, bevor sie realisieren, dass die Jungen die Quelle sind, heisst es in einem Dokument. Sie rücken näher heran und Andrew Renner, der nur einen Meter entfernt ist, zielt durch sein Zielfernrohr und feuert mehrere Schüsse ab und tötet die neugeborenen Jungen kaltblütig.

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Die Bärin hatte jedoch einen Sender, wie 20 weitere Schwarzbären, und war seit 2016 Teil eines wissenschaftlichen Projekts. Das Projekt wurde ursprünglich gestartet, um herauszufinden, weshalb die Schwarzbären-Population in der Region dramatisch abnimmt, schreibt die Washington Post.

Das ganze Gemetzel der Hobby-Jäger wurde mit einer Bewegungsmelder-Kamera der Wissenschaftler ausserhalb der Höhle gefilmt. Nachdem sie die Mutter erschossen haben, schleiften sie sie aus der Höhle. Dabei entdeckten sie, dass die Bärin ein Halsband trug. Die Kamera nahm auch folgendes Audio auf: «Ich werde diese Jungs loswerden.» Er verschwindet mit den Jungen, während sein Sohn in der Höhle wartet. Die jungen Schwarzbären wurden draussen in den Schnee geworfen.

Owen Renner
Owen Renner

Später im Video ist von Renner zu hören: «Das Halsband ist weg.» Anschliessend sagte Andrew Renner: «Wir werden sie draussen häuten» und zeigt von der Höhle weg. Owen Renner stimmt zu und sagt: «Sie werden es niemals mit uns in Verbindung bringen können.» Sie schlachteten die Bärin, packten Teile davon in Rucksäcke und fuhren mit den Skiern davon.

Die Bewegungskamera nahm die Hobby-Jäger zwei Tage später erneut auf, als sie in die Höhle zurückkehrten, um das Halsband zu holen, verbrauchte Patronenhülsen aufzuheben und die Entsorgung der Bärenjungen zu besprechen. Einer der Männer sagt, er gehe in die Höhle, um «sicherzustellen, dass es keine weiteren Spuren gibt».

Andrew Renner brachte das Fell und Halsband der Bärin später zum örtlichen Wildlife-Büro und erzählte, er und sein Sohn hätten am 14. April eine Bärin erschossen. Renner erzählte den Behörden, dass er die Bärin gehäutet hätte und nicht wusste, dass ihre Jungen in der Nähe sind. Glücklicherweise wurde die ganze Wilderei-Tortur von der Wildkamera aufgefangen, was klar machte, dass Renner die Behörden belogen hatte.

Die Behörden erhoben Anklage gegen die beiden Hobby-Jäger wegen verschiedenen Vergehen, inklusive das Töten einer Bärin und zwei Jungtiere. Laut Gesetz in Alaska ist es verboten, Jungtiere zu schiessen oder Mütter mit Jungen, insbesondere dort auf der Insel, wo die Hobby-Jäger unterwegs waren.

Immer wieder werden Kinder und Jugendliche von Hobby-Jäger-Eltern psychisch und physisch vergewaltigt und missbraucht. Derartige Eltern prägen Kinder mit ihrem kranken Gedankengut und machen sie zu potenziellen Gewalttätern und Kriminellen.

IG Wild beim Wild

Update: Verurteilung

Andrew Renner wurde nun zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt und der Entzug seiner Jagderlaubnis für 10 Jahre. Dazu eine Busse von 9’000 Dollar. Sein Boot, Pickup, Jagdwaffen, Camper usw. bleiben beschlagnahmt.

Owen Renner erhielt 3 Monate auf Bewährung und Entzug der Jagderlaubnis für 2 Jahre. Beide müssen auch 1’800 Dollar Wiedergutmachung bezahlen, schreibt die Anchorage Daily News. Mehr zu Kriminalität und Hobby-Jagd.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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