Aerolíneas Argentinas verbietet Jagdtrophäen-Flüge
Nach Angaben der Humane Society International gehört Argentinien zu den zehn Ländern, die am meisten Tiere als Trophäen in die USA einführen. Dies hat Aerolíneas Argentinas dazu veranlasst, radikale Massnahmen zu ergreifen und diese Aktivitäten zu beenden.

Die Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas hat soeben angekündigt, dass sie auf ihren Inlands- und Auslandsflügen keine Jagdtrophäen mehr befördern wird.
Schutz der Umwelt und der Wildtiere
Mit dieser Initiative will die Fluggesellschaft zum Schutz der Umwelt und der Wildtiere weltweit beitragen.
Trophäen-Hobby-Jägerinnen und -Jäger investieren jedes Jahr Unmengen von Geld, um Wildtiere für ihre Ausstellung im eigenen Haus zu töten. Nach Angaben der Humane Society International werden jedes Jahr mehr als 200’000 bedrohte oder gefährdete Wildtiere als Trophäen getötet.
Diese Initiative zielt darauf ab, die argentinische Tierwelt zu schützen, und sie entspricht den internationalen Naturschutzstandards wie dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES).
Pablo Ceriani, CEO von Aerolíneas Argentinas
«Diese Art von Politik ist wichtig, sie zeigt den Fortschritt und hat das gemeinsame Ziel, eine bewusstere Welt zum Schutz von Wildtieren und -pflanzen zu schaffen», sagte Pablo Ceriani.
45 Fluggesellschaften mit Trophäenverbot
Im Januar 2020 hatten 45 Fluggesellschaften weltweit eine Art Verbot für den Transport von Jagdtrophäen. Darunter Emirates, KLM, Virgin, Lufthansa, Brussels Airlines, Air France, British Airways, Delta Air Lines, United Airlines, American Airlines, JetBlue, Hawaiian Airlines, SWISS, Iberia, Cargolux und andere.
Viele US-Fluggesellschaften haben ihr Verbot erstmals 2015 eingeführt. Die Entscheidung fiel nach der illegalen Tötung des Löwen Cecil in Simbabwe durch den US-Zahnarzt Walter Palmer.
Cargolux beispielsweise hat den Transport von Jagdtrophäen im Jahr 2018 vollständig untersagt. Die Fluggesellschaft erklärte, dass diese Praxis «nicht mit den ethischen Verpflichtungen und Richtlinien des Unternehmens übereinstimmt».
Von den 46 Fluggesellschaften, die die Humane Society International mit einem Verbot des Transports von Jagdtrophäen bedacht hat, haben 33 ein 100%iges Verbot.
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