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Jagd

Wolfsabschüsse in Graubünden bewilligt

Der Kanton Graubünden hat nach Rissen und Begegnungen mit Menschen den Abschuss von drei Jungwölfen angeordnet.

Redaktion Wild beim Wild — 6. September 2021

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat dem Gesuch des Kantons Graubünden zur Regulierung des Beverin-Rudels zugestimmt.

Drei Jungwölfe zum Abschuss freigegeben

Der Kanton Graubünden kann drei Jungwölfe zum Abschuss freigeben, nachdem das BAFU bereits letzte Woche 4 Abschüsse von Jungtieren in den Kantonen Wallis und Waadt erlassen hat.

Am 23. August 2021 hat der Kanton Graubünden beim BAFU ein Gesuch eingereicht für eine Regulierung des Wolfsrudels im Beverin-Gebiet. Begründet wurde dies mit fehlender Scheu der Wölfe vor Menschen sowie mit Rissen von Schafen trotz Herdenschutzmassnahmen.

Aufgrund der Prüfung der eingereichten Dokumente hat das BAFU dem Gesuch auf der Basis des Jagdgesetzes und der per Mitte Juli 2021 revidierten Jagdverordnung zugestimmt. Aufgrund des Bundesrechts dürfen die Abschüsse aber nicht im Jagdbanngebiet erfolgen, und es ist davon abzusehen, das Vatertier abzuschiessen.

Kanton will auch Leitwolf schiessen

Beim Kanton Graubünden ist man enttäuscht. Sie würden gerne den Leitwolf schiessen, weil er in ihren Augen den Jungwölfen ein falsches Verhalten vorlebt. Die Verantwortlichen wollen in den nächsten Wochen dem BAFU weitere Grundlagen liefern und die Fachleute überzeugen, auch den Leitwolf M92 zum Abschuss freizugeben.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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