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Wissenschaftler plädieren für Fleischsteuer

Für die Viehhaltung müssen riesige Waldflächen abgerodet und Weideflächen geschaffen werden. Etwa eine Milliarde Bäume werden jedes Jahr gefällt. Die Tiere scheiden zusätzlich das klimaschädliche Treibhausgas Methan aus. Dazu kommt, dass in vielen Länder gigantische Mengen an Tierfutter importiert werden müssen. All das kostet wahnsinnig viele Ressourcen und trägt schliesslich zum Klimawandel bei. Zur Erzeugung

Redaktion Wild beim Wild — 22. November 2018
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Für die Viehhaltung müssen riesige Waldflächen abgerodet und Weideflächen geschaffen werden.

Etwa eine Milliarde Bäume werden jedes Jahr gefällt. Die Tiere scheiden zusätzlich das klimaschädliche Treibhausgas Methan aus. Dazu kommt, dass in vielen Ländern gigantische Mengen an Tierfutter importiert werden müssen.

Zwei Millionen Tote pro Jahr durch Fleischkonsum

60 Kilogramm Fleisch isst der Durchschnittsdeutsche im Jahr. In der Schweiz sind es 50 Kilogramm Fleisch. Wie die Forscher in der Studie schreiben, die in der Fachzeitschrift «Plos One» erschienen ist, sterben jedes Jahr mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen ihres Fleischkonsums.

Ein angepasster Steuersatz auf tierische Produkte ermutigt Verbraucher eher dazu, zu pflanzlichen Grundnahrungsmitteln zu greifen. Dadurch werden auch Tierleben geschont, die Umwelt und das Klima entlastet und die eigene Gesundheit positiv beeinflusst.

Fleisch höher besteuern

Ein Forscherteam der Universität Oxford plädiert in einer neuen Studie dafür, Fleisch wesentlich höher zu besteuern. Die Studie rechnet vor, dass der Fleischkonsum weltweit jährlich zusätzlich 285 Milliarden Dollar an Gesundheitskosten verursacht.

«Speck ist eines der ungesündesten Nahrungsprodukte überhaupt», so Marco Springmann von der Universität Oxford, Leiter der Studie. «Die persönliche Entscheidung rotes Fleisch zu konsumieren belastet die öffentlichen Mittel aller. Es geht nicht darum, Menschen etwas wegzunehmen, es geht um Fairness.»

Die Anzahl der Todesfälle könnte mit einer Fleischsteuer um 220’000 pro Jahr gesenkt werden. Die Kosten in der Gesundheitsvorsorge könnten um bis zu 36 Milliarden Euro minimiert werden. Im weltweiten Durchschnitt müssten die Steuern für verarbeitete Fleischwaren um 25 Prozent steigen. Für «high income countries» wie die USA oder Europa wäre der Anstieg sogar noch wesentlich extremer: 166 Prozent für verarbeitetes Fleisch. Mehr zu Tierrechten.

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