8. April 2026, 05:21

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Kriminalität & Jagd

Hobby-Jäger (86) schiesst mit Schrotflinte auf Auto

In Ennenda (GL) ist am Wochenende ein Streit zwischen einem 86-jährigen Mann und einem 32-Jährigen eskaliert.

Redaktion Wild beim Wild — 8. Oktober 2025

Streit eskaliert in Glarner Jagdhütte

Laut Angaben der Kantonspolizei Glarus kam es bereits am Samstag, 4. Oktober 2025, zu einem Wortgefecht zwischen den beiden Männern.

Am Sonntagvormittag suchte der 32-Jährige seinen älteren Kontrahenten in dessen Jagdhütte auf. Dort kam es erneut zu einer verbalen Auseinandersetzung. Im Verlauf des Streits griff der 86-Jährige zu einer Schrotflinte und forderte den Besucher auf, die Hütte zu verlassen. Der 32-Jährige kam der Aufforderung nach und entfernte sich mit seinem Auto. Kurz darauf feuerte der Senior zwei Schüsse in Richtung des wegfahrenden Fahrzeugs ab.

Keine Verletzten, Schütze festgenommen

Verletzt wurde niemand, und auch Sachschaden entstand keiner. Die alarmierte Kantonspolizei Glarus konnte den mutmasslichen Schützen wenig später unweit der Jagdhütte festnehmen.

Die genauen Hintergründe des Streits sowie der genaue Ablauf des Vorfalls sind Gegenstand laufender Ermittlungen durch die Staats- und Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus und die Kantonspolizei.

Medizinische Gutachten und Altersbegrenzung überfällig

Es braucht laut der IG Wild beim Wild jährlich medizinisch-psychologische Gutachten für Hobby-Jäger nach dem Vorbild von Holland sowie auch eine Altersbegrenzung nach oben. Die grösste Altersklasse bei der Hobby-Jägerschaft sind 65+, jene mit Alters-, Denk-, Seh-, Konzentrations- und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungs- und Trainingsdefiziten. Ab dem 45. Lebensjahr steigt die Zahl der Unglücke für Menschen und Tiere dramatisch an. Die erschreckenden Meldungen über Jagdunfälle und tödliche Straftaten mit Jagdwaffen zeigen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobby-Jagd! Tödliche Schusswaffen gehören nicht in die Hände von unkontrollierten Hobby-Jägern!

Die Hobby-Jägerschaft lebt Speziesismus. Speziesismus ist vergleichbar mit Rassismus und Sexismus, und das ist keine Kultur oder Tradition.

Insbesondere bei der Hobby-Jagd ist es elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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