Der Schneeleopard ist eines der am schwersten zu fassenden Beutegreifer der Welt, und die Fotografin Kittiya Pawlowski hat ihn in atemberaubenden Details festgehalten.
Aufgrund der Skepsis und Kontroverse um ihre Arbeit hat die Fotografin jedoch Morddrohungen erhalten. Seitdem sind ihre Konten in den sozialen Medien gelöscht worden.
Auf der Suche nach der Geisterkatze
Pawlowski sagte gegenüber Newsweek, es sei anstrengend gewesen und habe sich angefühlt, als würde man acht Stunden am Tag auf einem Treppenturm verbringen und dabei ein Kissen über dem Gesicht tragen.
Sie habe die Spuren des Tieres im nepalesischen Annapurna-Schutzgebiet entdeckt, wo sie ihre Suche begann, und sich dann von Lukla aus in die oberen Täler des Sagarmatha-Nationalparks gewagt. Jeden Tag suchte sie mit ihrem Teleobjektiv die Täler nach Bewegungen ab.
Am Morgen der Begegnung wäre Pawlowski beinahe in ihrem Zelt geblieben, weil ihr Sauerstoffgehalt auf 64 gesunken war und sie in einer Höhe von 17’000 Fuss starke Kopfschmerzen hatte. Sie wollte eigentlich ausschlafen, traf aber die schwere Entscheidung, weiterzusuchen.
Bedrohte Art: Schneeleopard
Es gibt nur noch 2’700 bis 3’400 ausgewachsene Schneeleoparden in freier Wildbahn. Die International Union for Conservation of Nature hat die Art als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Von Südrussland bis Nordindien ist die sogenannte «Geisterkatze» in den schneebedeckten Bergen Zentralasiens zu finden. Der Lebensraum des Schneeleoparden schrumpft infolge des Klimawandels und des menschlichen Bevölkerungswachstums.
Der illegale Handel mit Körperteilen und Fellen der Tiere sowie die Wilderei beeinträchtigen ihre Bestände.
Kontroverse um die Bilder
Nachdem sie vor Jahren einen Dokumentarfilm über den Mount Everest gesehen hatte, beschloss Pawlowski, diese «Geisterkatzen» zu fotografieren. Sie verbrachte jeden Tag damit, mit einer Nikon D850 und einem AF-S NIKKOR 500mm f/4E FL ED VR Objektiv die Täler nach Bewegungen abzusuchen.
Einige Fotoexperten äusserten Zweifel an der Richtigkeit von Pawlowskis Bildern. In der Nähe des Mount Everest liegt eine kleine Gemeinde namens Gorak Shep am Ende eines gefrorenen Sees und überblickt die «Phantom Alley», ein Feld aus Eiszinnen.
In einem Haftungsausschluss auf ihrer Website erklärte sie, dass alle von ihr veröffentlichten Bilder mit Lightroom und Photoshop bearbeitet worden seien. Einige Bilder seien Kompositionen, andere wiederum nicht. Sie stellte klar, dass sie keine Journalistin ist und nie behauptete, ihre Fotos seien unbearbeitet.
Pawlowski schloss mit den Worten, dass Kunst und Fotografie ihre Hobbys seien und dass sie nur eine 24-jährige Frau mit einem normalen Job sei, die Spass am Fotografieren habe und versuche, das Umweltbewusstsein zu fördern.
Die Bilder in der Serie seien alle von ihr aufgenommen worden und die Geschichte dahinter echt. Sie sei 103 Meilen gelaufen, um diese Fotos aufzunehmen, und das Ziel sei es gewesen, das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes von Schneeleoparden zu erhöhen. Schliesslich wolle sie mit ihrer Arbeit die Menschen dazu ermutigen, den Planeten zu erforschen und zu erhalten.
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