Roboter-Rasenmäher töten Igel
Die grösste menschengemachte Gefahr für Igel geht weiterhin von Autos aus. Die Rasenmäher-Roboter gefährden auch andere Tiere. Demnach sind besonders auch junge Hasen in Gefahr, wenn die Maschine über einen Bau fährt.

Die grösste menschengemachte Gefahr für Igel geht weiterhin von Autos aus. Die Rasenmäher-Roboter gefährden auch andere Tiere. Demnach sind besonders auch junge Hasen in Gefahr, wenn die Maschine über einen Bau fährt.
Kein Land hat eine höhere Dichte von Rasenmäher-Robotern als die Schweiz. Für immer mehr Igel – eines der ältesten Säugetiere der Welt – ist das fatal. Am häufigsten erwischt es im Herbst Jungigel.
Konkret warnt die Igelstation Winterthur in der Schweiz davor, dass die autonomen Gartenpfleger eine immer grösser werdende Gefahr für Igel sind. Man dokumentierte neben Schnittwunden teilweise auch Skalpierungen, abgetrennte Gliedmassen oder gar aufgeschlitzte Bäuche.
Roboter oft zu einfach gestaltet
Den Igeln wird dabei ihr natürliches Angstverhalten zum Verhängnis. Im Bedrohungsfall ergreifen die eher behäbigen Bodenbewohner in der Regel nicht die Flucht, sondern rollen sich zusammen. Hinzu kommt, dass die Sensorausstattung von Mährobotern meistens sehr einfach gehalten ist. Sie können grossen Objekten, etwa Bäumen, ausweichen, kleinere Tiere – etwa Jungigel – aber «übersehen».

Technische Lösungen in Entwicklung
Beim Hersteller Husqvarna will man sich des Problems annehmen. Günstigere Roboter sollen künftig eine Art «Besen» besitzen, mit dem kleinere Objekte zur Seite geschoben werden. Die High-End-Lösung besteht hingegen aus einer Kamera, über die Tiere in der Nähe des Roboters erkannt werden können.
Änderungen in der Art und Weise, wie Menschen die Mäher benutzen, können ebenfalls zum Schutz der Tiere beitragen. Wenn die Mäher nur bei Tageslicht betrieben werden, würde dies die Vorfälle verringern, da Igel nachtaktiv sind. Mehr zu Wildtieren.
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