EU-Kommissar: Wolf bleibt streng geschützt
Trotz der zunehmenden Ausbreitung von Wölfen in Europa will die EU-Kommission den besonderen Schutzstatus des Beutegreifers nicht ändern. «In weiten Teilen der Europäischen Union ist der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art», sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Eine gezielte Bejagung der Tiere zur Bestandsdezimierung bleibe daher verboten. CSU-Minister Schmidt forderte Aufweichung von Schutzstatus Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt
Trotz der zunehmenden Ausbreitung von Wölfen in Europa will die EU-Kommission den besonderen Schutzstatus des Beutegreifers nicht ändern. «In weiten Teilen der Europäischen Union ist der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art», sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Eine gezielte Bejagung der Tiere zur Bestandsdezimierung bleibe daher verboten.
CSU-Minister forderte Aufweichung von Schutzstatus
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich per Brief an die EU-Kommission gewandt und um Änderung des strengen Schutzstatus gebeten. So liesse sich das Tier leichter bejagen.
Die Umweltschutzorganisation WWF kritisierte Schmidts Vorschlag. Wer nach Abschüssen und Wolfsobergrenzen schreie, lenke von den eigentlichen, strukturellen Problemen ab, mit denen etwa Schafshalter zu kämpfen hätten und für die es Lösungen brauche, sagte Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland. Stattdessen solle mehr darüber nachgedacht werden, wie Herden, die im Freien weiden, besser geschützt werden können. Die Tierhaltung im Freien ist laut der Organisation gesünder und ökologischer und solle daher unterstützt werden. Daher fordert Klose «schnelle, unbürokratische Ausgleichszahlungen bei gerissenen Tieren». Auch die Hobby-Jagd als Populationskontrolle ist wissenschaftlich nicht belegt.
Abschuss in Einzelfällen möglich
Der EU-Kommission sei bewusst, dass die Ausbreitung der Wölfe mit Problemen verbunden sei, sagte Hogan. Er verwies aber darauf, dass der bessere Schutz von Weidetieren finanziell unterstützt werde. Ausserdem erlaube die jetzige Regelung bereits gezielte einzelne Abschüsse von Wölfen, wenn es dem «Populationsmanagement» diene und den Erhalt der Art nicht gefährde.
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