Klimawandel

Pfui-Beschluss der EU empört die Bürger

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Die EU hat zum neuen Jahr 2023 die Genehmigung erteilt, Insekten (Hausgrillen) in Backwaren, Teigwaren und andere Teilfertigprodukte „für die allgemeine Bevölkerung“ mit beizumischen.

Die Zulassung beginnt am 24. Januar 2023.

Die Suche nach alternativen Proteinquellen läuft weltweit auf Hochtouren. Der Klimawandel wird unseren Speiseplan verändern. Der Fleischkonsum gilt als eine der Hauptursachen für die globale Erwärmung: Die Tierhaltung verursacht mehr Treibhausgase als der weltweite Verkehr. Daher will auch Brüssel den Verzehr proteinhaltiger Insekten vorantreiben – ganz zum Ärger des Feinschmecker-Paradieses Italien.

Die meisten Menschen im Westen ekeln sich vor der Vorstellung, Insekten zu essen. Doch Lebensmittel aus Würmern, Grillen und Heuschrecken könnten nun bald zum Alltag gehören. Die EU-Kommission hatte bereits im November die Europäische Wanderheuschrecke als Lebensmittel anerkannt.

Einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zufolge stelle das Insekt „kein Risiko für die menschliche Gesundheit“ dar. Das Insekt soll in den Zutaten aufgelistet werden.

Obwohl zu wenige, veröffentlichte Erkenntnisse vorliegen bezüglich Allergien und mögliche anaphylaktische Reaktionen, ist die EU-Kommission der Auffassung, dass keine spezifische Kennzeichnungsvorschriften über mögliche Allergische Reaktionen verzeichnet werden müssen.

Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, wer Allergien gegen Krebstiere, Weichtiere und Hausstaubmilben besitzt, beim Verzehr von Produkte mit beigemischte Hausgrillen, ebenfalls allergische Reaktionen zu erleiden.

Ebenfalls kann es zu neue allergische Reaktionen führen gegen das Substrat, das an die Insekten verfüttert werden.

Folgende Produkte „für die allgemeine Bevölkerung“ können demnächst mit beigemengte Hausgrillen (Acheta domesticus) im Verkauf liegen:

  • Mehrkornbrot
  • Mehrkornbrötchen
  • Crackern und Brotstangen
  • Getreideriegeln
  • Trockene Vormischungen für Bakcwaren
  • Kekse
  • trockenen gefüllten und ungefüllten Teigwarenerzeugnisse
  • Soßen
  • verarbeitete Kartoffelerzeugnisse
  • Gerichte auf Basis von Leguminosen und Gemüse
  • Pizza
  • Allgemeine Erzeugnisse aus Teigwaren und Molkenpulver
  • Fleischanalogen (vegetarische Fleischalternativen)
  • Suppen und Suppenkonzentraten, Suppenpulver
  • Snacks auf Maismehlbasis
  • Bierähnliche Getränken
  • Schokoladenerzeugnissen, Nüssen und Ölsaaten
  • Snacks (außer Chips) sowie Fleischzubereitungen

Das Land von Pizza und Spaghetti startet jetzt eine europäische Kampagne gegen Grillen auf dem Teller. Unter der Führung der rechtspopulistischen Premierministerin Giorgia Meloni setzt Italien auf Ernährungssouveränität, verteidigt seine mediterrane Diät und stellt sich verbissen gegen das Konzept von Insekten als Proteinquelle der Zukunft.

Den Ton gibt Lega-Chef und Vizepremier Matteo Salvini an. „Snacks mit Grillen? Nein danke! Wenn jemand in Europa Insekten essen will, soll er es tun, für meine Kinder bevorzuge ich ursprüngliche Lebensmittel aus unserer Erde“, wetterte Salvini.

Die Abgeordnete von Melonis Partei „Fratelli d´Italia“, Maria Cristina Caretta, warnt vor einem Komplott, um Italiens gastronomische Tradition zu zerstören. „Wir werden Widerstand gegen Brüssels Ernährungsdiktatur leisten“, meinte Caretta.

„Die grosse Mehrheit der Italiener würde niemals Insekten auf den Tisch bringen, da sie als Fremdkörper in der nationalen Esskultur gelten“, kommentierte der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti, schreibt die Morgenpost.